Antrittslesung der neuen Stadtschreiberin

Kampmann sorgt für Hochwasser

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Stadtschreiberin Anja Kampmann im Gespräch mit Jurymitglied Renate Müller-Friese Foto: Ohlmeier

Frankfurt (zko) – Die Antrittslesung der frisch gekürten Stadtschreiberin Anja Kampmann am Mittwoch vergangener Woche ist sehr gut besucht gewesen, denn die literaturinteressierten Bergen-Enkheimer sind stets gespannt, wie sich die Stadtschreiber bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt präsentieren.

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Renate Müller-Friese, Mitglied der Stadtschreiberjury und Bergen-Enkheims Ortsvorsteherin, führte auf dem Podium einen Dialog mit der fünfunddreissigjährigen Autorin und fragte sie zunächst, wann sie die von der Jury mitten in der Nacht abgeschickte Nachricht gelesen habe, dass sie zur Stadtschreiberin 2019/20 gewählt worden sei. „Ich las die Nachricht am Morgen, war jedoch in Eile, da ich schnell zum Zug musste und realisierte es erst später richtig“, antwortete Anja Kampmann. Gefragt, wie es ihr in Bergen-Enkheim gefalle, sagte sie, dass sie nach dem Stadtschreiberfest das Stadtschreiberhaus zusammen mit ihren Freunden begutachtet und für sehr gut befunden habe. „Was erwarten Sie denn von uns Bergen-Enkheimern?“, fragte Renate Müller-Friese weiter. „Ein Schwätzchen?!“ war die prompte Antwort. Ab Dezember werde sie vor Ort sein, verriet die Autorin.

Die bereits in frühen Jahren mit Preisen für ihre Lyrik ausgezeichnete Schriftstellerin berichtete, dass sie die Auszeichnungen immer so empfunden habe, als würden sie ihr „auf Bewährung“ verliehen, denn es fiel ihr schwer, zu realisieren, dass ihr Können fundamental war. Gezielt habe sie erstmalig Texte für ihre Bewerbungsmappe für das Deutsche Literaturinstitut Leipzig zusammengestellt, wo sie Literatur studierte. Fortsetzung auf Seite 2

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