Dr. Matthias Kemmerer ist neuer Leiter der Septischen Chirurgie an der BG Unfallklinik

Wenn Gelenke infiziert sind

Dr. Matthias Kemmerer leitet die Septische Chirurgie der BGU. Foto: p

Seckbach (red) – Dr. Gerhard Walter ist nach 23-jähriger Tätigkeit an der BG Unfallklinik (BGU) Frankfurt aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden. Der Unfallchirurg führte die Septische Chirurgie an der BGU seit Juli 2006. „Dr.

Gerhard Walter hat sich große Verdienste um unsere Klinik erworben, er gilt als Spezialist mit einer großartigen Expertise im Bereich der Septischen Chirurgie“, erläutert der Ärztliche Direktor der BGU, Professor Dr. Dr. Reinhard Hoffmann.

Nun leitet Dr. Matthias Kemmerer die Abteilung als Leitender Arzt. Dazu der Geschäftsführer der BGU, Alexandru Cazan: „Wir freuen uns, mit Dr. Matthias Kemmerer einen erfahrenen Mediziner der bereits seit 13 Jahren als Leitender Oberarzt in der Abteilung tätig ist, für die Nachfolge von Dr. Walter gewonnen zu haben.“ Der 57 Jahre alte Mediziner ist Facharzt für Chirurgie und Spezielle Unfallchirurgie sowie Sportmedizin und Notfallmedizin und ist, mit kurzer Unterbrechung, seit 17 Jahren an der Unfallklinik beschäftigt.

Die Septische Chirurgie an der BGU ist spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von akuten und chronischen Infektionen von Knochen, Gelenken und Kunstgelenken (Endoprothesen). „Sollte eine akute oder chronische Knocheninfektion nicht frühzeitig und adäquat behandelt werden, kann diese zu einer Zerstörung der Knochensubstanz führen. Um das zu verhindern ist eine Therapie in mehreren Behandlungsschritten erforderlich“, teilt die BGU mit. Des Weiteren versorgt die Septische Chirurgie Patienten mit Gelenkinfektionen. Diese können nach einem Unfall oder einer operativen Behandlung, zum Beispiel eines gelenknahen Bruchs, nach Gelenkeingriffen wie Gelenkspiegelungen, nach Spritzen ins Gelenk, aber auch durch Keimansiedlung über den Blutweg auftreten. Unabhängig davon, ob eine akute oder chronische Gelenkinfektion vorliegt, muss immer das Bestreben sein, das betroffene Gelenk zu erhalten.

„Sollten künstliche Gelenke chronisch infiziert sein, müssen diese entfernt werden. An die Entfernung der Endoprothese schließt sich zunächst eine Periode der antibiotischen Behandlung an. An Stelle der Prothese wird ein Platzhalter aus antibiotika-beladenem Knochenzement eingebracht. Erst nach sicherem Abklingen der Infektionszeichen erfolgt die Neuimplantation. Bei akuten Infektionen kann häufig prothesenerhaltend operiert werden oder in gleicher Operation ein Prothesenwechsel erfolgen“, erklärt die BGU und ergänzt: „Bei nicht fachgerechter Behandlung haben die beschriebenen Infektionen einen oft sehr langen Krankheitsverlauf zur Folge. Deshalb ist die Vorhaltung einer Septischen Chirurgie von großer Bedeutung für die Betroffenen. Die BG-Kliniken gelten da als besonders qualifiziert.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare