Neujahrsempfang im Josef-Saal

Ortsbeirat 4: Viel vor für das Jahr 2019

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Anja Haag und Oliver Platz informieren über die Geschichte der katholischen Gemeinde St. Josef mit der Kirche gleich gegenüber.

Bornheim (jf) – Die Skyline Big Band leitete im Josef-Saal der katholischen Pfarrei St. Josef den Neujahrsempfang des Ortsbeirats 4 musikalisch ein. Die Band probt im Keller der Gemeinde.

Ortsvorsteher Hermann Steib begrüßte die Gäste, dann stellte sich der Hausherr Pfarrer Markus Schmidt vor, der seit sechs Wochen im Amt ist. Er freue sich auf die neue Aufgabe, wolle die vier Kirchorte zusammenführen und gleichzeitig ihre Individualität erhalten. Der Neujahrsempfang fand in den Räumen von St. Josef statt, weil die katholische Gemeinde 2019 ihr 150-jähriges Jubiläum feiert. Anja Haag und Oliver Platz informierten über die Geschichte im Schnelldurchlauf; Ausgangspunkt ist der 17. Oktober 1869, da wurde erstmals nach der Reformation wieder ein katholischer Gottesdienst in Bornheim gefeiert. Elf Jahre später eröffnete die alte Josefskirche, sie ist Teil des heutigen Sakralbaus. Renate Wolter-Brandecker, stellvertretende Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, stellte fest: „Im Ostend und in Bornheim hat sich in den letzten Jahren viel verändert – auch in der Bevölkerungsstruktur. Die Arbeit der Ortsbeiräte ist wichtig für die Stadtverordneten. Den Ortsbeiräten gilt dafür ein großes Dankeschön.“

Der in letzter Zeit aufgekommenen Diskussion zur Verlegung des Zoos an den Stadtrand erteilte Wolter-Brandecker eine entschiedene Absage: „Das geht überhaupt nicht! Der Zoo ist die am meisten besuchte kulturelle Einrichtung der Stadt. Seine zentrale Lage ist wichtig.“

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling schloss sich dem an: „Die Kirche bleibt im Dorf und der Zoo im Ostend!“ Wöchentlich erhalte Oesterling Beschwerdebriefe über Verkehrsprobleme. „Fakt ist allerdings, dass Frankfurts Bevölkerung wächst, der öffentliche Verkehrsraum dagegen gleich bleibt. Also wird es enger auf den Straßen.“ Bei allen Entscheidungen hätten die öffentlichen Verkehrsmittel Vorrang. Positiv bewertete Oesterling einen Fortschritt beim Projekt Nordmainische S-Bahn, es soll noch 2019 planfestgestellt werden. „Dann kann endlich der unschöne Platz am Ostbahnhof umgestaltet und ein Schandfleck beseitigt werden“, sagte der Stadtrat.

Weniger Hoffnung besteht beim Projekt Einhausung A661. Weder Bund noch Land erteilten bisher Zusagen. Besser sieht es im Zentrum des Stadtteils aus; die Bus-Haltestelle Bornheim Mitte soll nach Abschluss der Sanierung der Seckbacher Landstraße umgestaltet werden. Auf den Linien 38 und 43 sollen dann umweltfreundliche Elektrobusse eingesetzt werden.

Hermann Steib erinnerte an 2018 Erreichtes und warf einen Blick auf Vorhaben 2019. Der Paul-Arnsberg-Platz soll unter Mitwirkung der dortigen Initiative lebendiger und grüner werden, die Aktion „cup2gether“ wird von anderen Stadtteilen übernommen, der Wochenmarkt an der Friedberger Warte soll bleiben, Mitte Februar wird der erste Lebensmittelhändler in das umgebaute ehemalige Saturn-Gebäude ziehen. Diskutiert wird demnächst im Ortsbeirat über ein Parkraum-Bewirtschaftungskonzept.

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