Neue Perspektiven für das Trauerzentrum St. Michael

Verena Kitz leitet Umbruch und Aufbruch ein

Verena Maria Kitz. Foto: Trauerzentrum St. Michael/p

Nordend-Ost (red) – Baustelle, Umbruch und Aufbruch im Zentrum für Trauerpastoral St. Michael in Frankfurt: Pastoralreferentin Verena Maria Kitz hat zu Jahresbeginn die Leitung des Trauerzentrums im Nordend übernommen.

Zuletzt war sie im Refugium tätig, einer Seelsorgeeinrichtung des Bistums Limburg und des Franziskanerordens im Exerzitienhaus Hofheim.

Im Nordend, dem Sitz von St. Michael, soll eine Begräbniskirche entstehen, ein sogenanntes Kolumbarium, das Platz für bis zu 2500 Urnen bieten kann. Außerdem werden dort weiterhin – wie seit der Gründung 2007 – Menschen begleitet, die Trauer und Tod erleben mussten und gute Wege für Abschied und Neubeginn suchen. Auch die allgemeine Beschäftigung mit Sterben und Tod, Erfahrungen aus der Begleitung Sterbender im Hospiz, Trauerarbeit für Kinder und Jugendliche oder das Nachdenken über die eigene Endlichkeit sollen dort Raum finden.

„Die Trauerbegleitung ist eine sehr notwendige, lebenswichtige und zutiefst christliche Aufgabe“, sagt Verena Kitz. Einen gastfreundlichen Raum für diejenigen zu öffnen, die einen lieben Menschen verloren haben, die über den Verlust sprechen möchten, vielleicht auch in einer späteren Phase wieder Hoffnung schöpfen können, ist ihr Anliegen. Aber auch neue Entwicklungen im Netz, etwa digitale Trauerorte, virtuelle Kondolenzbücher, QR-Codes, die auf Grabsteinen das Leben der Verstorbenen erfahrbar machen, gehören in das weite Thema von Sterben, Abschied, Tod, wie es im Trauerzentrum reflektiert wird.

Die gebürtige Frankfurterin, Mutter dreier Kinder, war nach ihrem Theologiestudium in Frankfurt-Sankt Georgen und München, zunächst Pastoralreferentin in Niederrad. 2001 wechselte sie als Seelsorgerin ins Refugium für Mitarbeitende in Caritas und Pastoral, wo sie als Begleiterin in unterschiedlichen Prozessen und Gruppen wirken konnte.

Zwischen 2008 und 2015 war sie neben der Tätigkeit in Hofheim Sprecherin des Wortes zum Sonntag in der ARD. In gut 50 Sendungen hat sie ihr Talent, Glaubensfragen für ein Millionenpublikum verständlich und charmant auf den Punkt zu bringen, unter Beweis gestellt. Auch in kirchlichen Hörfunksendungen des Hessischen Rundfunks ist sie weiterhin präsent. Mit ihrer Erfahrung in der geistlichen Begleitung und einem kritischen Blick für die notwendige Weiterentwicklung einer sprachfähigen Kirche in der heutigen Zeit macht sie sich nun an ihre neue Aufgabe: „Sich beruflich mit Tod und Sterben und der christlichen Hoffnung auf Auferstehung auseinandersetzen zu dürfen, ist ein großes Privileg, an dem ich auch selber hoffentlich wachsen kann“, sagte sie.

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