Kinder lernen viel über die beliebten Erdäpfel

Tolle Knolle Kartoffel

Aufmerksam hören die Kinder Landwirt Andreas Damm (rechts) zu und stellen Fragen. Fotos: Schneider

Seckbach (zjs) – Im Frankfurter Grün-Gürtel auf dem Heiligenstock vor den Toren der Stadt von Bad Vilbel kommend hatten sich rund hundert Kinder mit ihren Lehrern eingefunden.

Dort am Kartoffelacker konnten sie zeigen, was sie in den letzten Wochen über das beliebte Nachtschattengewächs gelernt hatten.

Organisiert wurde das Treffen vom Verein Umweltlernen in Frankfurt im Rahmen des städtischen Bildungsprogramms und Barbara Clemenz freut sich über die aktive Teilnahme der vier dritten Klassen der Engelbert-Humperdinck-Schule aus dem Westend. „Ich habe eine Mutterknolle gefunden“, ruft aufgeregt die neun Jahre alte Paula und kommt mit ihren Mitschülerinnen an den Tisch gerannt, auf dem verschiedene Sorten als Anschauungsmaterial ausgelegt sind. Lob erhält sie für ihre Entdeckung auch vom Experten, denn inzwischen ist Landwirt Andreas Damm vom Schelmenhäuser Hof eingetroffen. Von seinen 250 Hektar Fläche rund um die Stadt sind 70 für die Kartoffeln reserviert. „Ich finde es wichtig, dass die Kinder wissen, wo die Kartoffel herkommt“, sagt er. Die Kinder kennen sich aus und die Sortenvielfalt aus der regionalen Landwirtschaft kommt wie aus der Pistole: Bamberger Hörnchen, Drillinge, Sieglinde, Sunita oder Vitelotte. Am liebsten essen sie die Kartoffeln als Pommes, Brei oder eben „normal“. Am meisten Spaß macht natürlich das Ausbuddeln, denn Landwirt Damm hat den Kindern erlaubt, dass jeder eine Kartoffel mit nach Hause nehmen kann. Sie wissen auch schon, dass die Knolle ein klimafreundliches Lebensmittel ist, denn sie hat nur kurze Transportwege in der Region. Andreas Damm geht für dieses Jahr von einer zufriedenstellenden Ernte aus, 25 Tonnen pro Hektar, „also ein Lkw pro Fußballfeld“, bringt er die Angaben auf den Punkt.

Kartoffeln lieben die Dunkelheit, deswegen müssen sie immer im Keller gelagert werden, wo keine Sonne hinkommt, denn sonst werden sie grün und beginnen zu keimen. „Bei rund vier Grad fühlt sich die Knolle am wohlsten“, weiß Fachmann Damm, der zwischen 16 und 18 Sorten im Angebot hat. Jetzt brennt das Kartoffelfeuer und die Kinder werfen die Knollen hinein. Das Lernen mit Abenteuerfeeling kommt gut an, denn nun wissen die Schüler, wie das Ernten der Knolle in der Praxis funktioniert. Am 20. September findet, neben der Klimagroßdemo in Frankfurt am Mainkai, das Klimabildungsfestival statt, das alle Interessierten einlädt, an den vielfältigen Ständen zum Thema Nachhaltigkeit mitzumachen. Zwei Tage später, am 22. September, gibt es dann den Aktionstag für Groß und Klein, wenn Radbegeisterte Frankfurt und Umgebung entdecken und sich bei einer Verlosung über viele tolle Preise freuen können.

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