Mirko Reeh kocht mit Gästen aus Philadelphia und mit Olga Orange

Terrakotta zum Essen

Mirko Reeh mit seinen Gästen Greg Edevane, Miriam Chovanec, Patricia Lacina, Simone Saxer und Olga Orange. Foto: Faure

Bornheim (jf) – Es sieht immer so einfach aus bei den Kochsendungen. Der meist geäußerte Satz heißt: „Ich habe da schon mal etwas vorbereitet. “.

Mirko Reeh, der umtriebige Koch mit eigener Schule in Bornheim, hatte das natürlich auch. Und zwar zum Finale der dritten Staffel seiner auf YouTube verfügbaren Koch- und Talkshow „Reehderei“. Dazu hatte er besondere Gäste: Patricia Lacina, US-Generalkonsulin in Frankfurt, Miriam Chovanec und Simone Saxer vom „Philadelphia Convention & Visitors Bureau“ und Greg Edevane von „The Countryside of Philadelphia Brandywine Valley & Valley Forge“. „Philadelphia in ein paar Worten vorgestellt – was würdest du sagen?“, fragte er Chovanec. „Philly ist die sechstgrößte Stadt der USA und hat 1,6 Millionen Einwohner im Kerngebiet. Und 1500 Restaurants. Ich finde die Stadt sehr authentisch.“

Edevane ging auf The Countryside, das malerische Umfeld einer der ältesten Städte Amerikas ein: „Die Umgebung ist mit 30 botanischen Anlagen die perfekte Ergänzung zur Stadt.“ Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Philadelphia, seit 2015 Partnerstadt von Frankfurt, zählte Saxer auf: „Die Liberty Bell, die Independence Hall, das National Constitution Center und die Elfreth’s Alley – die älteste bewohnte Straße des Landes.“ Der Reading Terminal Market, der Frankfurts Kleinmarkthalle gleicht, aber dreimal so groß ist, gehört mit seinen 80 Händlern ebenfalls zur Sightseeing Tour.

Das alles klingt schon richtig gut und macht Lust auf eine Reise dorthin – Mirko Reeh war schon in Philadelphia und von den Menschen und der Küche so begeistert, dass er im Frühjahr ein kulinarisches Reisebuch herausbrachte. Ein Rezept daraus sind die verführerisch aussehenden Terrakotta-Törtchen – kleine essbare Blumentöpfe. Die Buttercreme für den Topf muss in ein Glas gestrichen werden, wie eine zweite Wand. Dann ab ins Gefrierfach und zwölf Stunden durchfrosten lassen. Zwischendurch kann der Teig gerührt und gebacken und die Kaffeecreme gemixt werden. Als kleines, schnell zubereitetes Gericht hatte Reeh die berühmten Philly Cheesesteaks vorgesehen. Zwiebeln und Paprika werden angebraten, das Entrecote wird in hauchdünne Streifen geschnitten, ebenfalls in einer sehr heißen Pfanne gebraten, gewürzt und mit Cheddarkäse bedeckt, der anschmilzt. Alles wird dann Schicht auf Schicht auf ein mit Frischkäse geschmiertes Brötchen verteilt. Das Brötchenschmieren übernahm Olga Orange.

„Ich habe da schon mal etwas vorbereitet“, verkündete Reeh und holte die tiefgefrorenen Gläser aus dem Gefrierschrank. „Die Masse ist fest und müsste jetzt ganz leicht herauskommen.“ Wäre super, klappte aber nicht. Nicht mit Klopfen, nicht mit heißem Wasser, das von außen über das Glas lief, nicht mit musikalischem Zuspruch von Eva Kumant am Keyboard. „Dann eben nicht!“, beschloss der Koch kurzerhand, füllte die Gläser mit Kuchenbröseln und Creme und reichte die Terrakotta-Töpfchen ins Publikum.

Die „Reehderei“ ist ab 24. November im Internet zu sehen.

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