Tanzende Pharaonen

Bernemer Käwwern feiern bunte Prunksitzung

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Das Männerballett Assenheim tanzte zum Thema "Geheimnis des Sarkophags". 

Bornheim (zlu) – „Frohsinn, Spaß und Heiterkeit, jetzt ist wieder Käwwernzeit” – so das Motto der diesjährigen Kampagne der Bernemer Käwwern. Der Karnevals-Verein hatte am Samstag zur Prunk- und Fremdensitzung in den Saalbau eingeladen.

Los ging’s bereits um 19.15 Uhr. Die Kapelle Holger Metchan gab sich die Ehre und stimmte das Publikum auf das Programm ein. Die Garde und der Elferrat marschierten ein. Mit von der Partie: Comedian Woody Feldmann. Als eines der Highlights brachte sie ihr Publikum mit Wort, Witz und Gesang gleich zu Beginn des Abends in Fastnachts-Stimmung. Sitzungspräsident Thomas Horn begrüßte die Zuschauer, die die Halle fast bis auf den letzten Platz füllten. Sie klatschten und trampelten und hießen die Kindergarde zu ihrem Auftritt willkommen.

Woody Feldmann brachte den Saal zum Lachen.

Nachdem Lea Kuhn alias Susi Sonnenschein im schönsten Hessisch den Bespaßungs-Wahn der Helicopter-Eltern aus Sicht des Kindes amüsant auf die Schippe genommen hatte, kam es zu einem Programmpunkt, der so nicht auf der Agenda stand: Die Verleihung des Ehrenrings der Käwwern mit Insignien, den nur Mitglieder erhalten, die sich für den Verein besonders verdient gemacht haben. Der Träger behält den Ring bis zu seinem Tod, erst danach kann ein anderes Mitglied benannt werden. Obwohl es nicht üblich ist, auf der Prunk- und Fremdensitzung Auszeichnungen vorzunehmen, hatte der Rat dieses Jahr eine Ausnahme gemacht: Geehrt wurde der 71-jährige, ahnungslose Vorstand Norbert Heibertshausen. Er ist seit 45 Jahren aktives Vereinsmitglied, davon seit über 41 Jahren im Elferrat. Von 1985 bis 1989 war er ebenfalls Sitzungspräsident. Damit bedankte sich der Verein bei Heibertshausen für sein langjähriges Engagement auf und hinter der Bühne. Die Überraschung war groß und die Käwwer-Frauen verliehen dem Geehrten nach der Veranstaltung einen Pokal, schließlich sollte es nicht zu viel auf einmal sein.

Mit den Waldorfer Scherzbuben ging es weiter mit der ausgelassenen Stimmung, gefolgt von Jogger Seppel Reeg und dem Männerballett Assenheim. In einer viertelstündigen Pause konnten die Karnevalisten dann Lachmuskeln und Hände entspannen, sich die Beine vertreten. Das bot Gelegenheit, die vielfältigen Kostüme zu bewundern. Neben den Verkleidungs-Klassikern wie Cowboys und Indianern, war auch die komplette Tierwelt vertreten, sowie Krankenschwestern und Putzfrauen.

Dann hieß es wieder: „Wolle mä se nei lasse” und der Abend nahm mit Guddi Gudenberg, Humba Buwe, Andy Ost, den Dancing Feets und der Spaßmacher Company seinen Lauf. Die Feierwütigsten der Gesellschaft konnten nach Mitternacht dann noch einen Endspurt im Foyer mit Musik an der Bar hinlegen.

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