Neues Bienenvolk eingezogen

Es summt im Frankfurter Zoo

Zoodirektor Miguel Casares (von links), Kulturdezernentin Ina Hartwig, Bienenbotschafter Moses Mrohs und Antonio Gurliaccio freuen sich über den summenden Zoo-Zuwachs. Foto: Stadt Frankfurt/ Stefanie Koesling/p

Ostend (red) – Fleißig, nützlich, charismatisch – seit dem 10. Mai summt und brummt es tausendfach im Zoo: In Kooperation mit der Bienenbotschaft aus Karben in der Wetterau ist auf der Streuobstwiese des Zoos ein natürlicher Nistplatz für wild lebende Honigbienen entstanden.

Vor gut zwei Wochen ist ein Bienenvolk eingezogen, das nun von der Bienenbotschaft betreut wird. Jedem bekannt sind die Bienenstöcke mit den herausnehmbaren Waben, aus denen Honig rinnt. Aber wie und wo lebt die Honigbiene im Naturraum, wenn sie keinen Honig für Menschen produziert? Und was leistet sie dabei alles für unser Ökosystem? Um das zeigen zu können, ist der Zoo eine Partnerschaft mit der Bienenbotschaft aus Karben eingegangen.

Auf einem neugestalteten Areal im Zoo wird nicht die klassische Imkerei vorgestellt. Der von der Bienenbotschaft auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelte „Natural Habeetat*Tree“ stellt die natürliche Behausung von Bienenvölkern in ausgehöhlten Baumstämmen nach. Hier finden die Bienen beste Voraussetzungen für ein artgemäßes Leben. Dazu gehört, dass die Bienen auch nur sich selbst – und nicht die Menschen – mit Honig versorgen.

„Bienen sind in Frankfurt höchst willkommen“, bestätigt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Ich freue mich sehr, dass man im Zoo nun viel über diese faszinierenden und nützlichen Tiere erfahren kann. Die Biene hat stark an Popularität gewonnen, weil uns ihre enorme Leistung als Bestäuberin bewusst geworden ist. Sie ist damit die perfekte Botschafterin für die zahlreichen massiv bedrohten Insektenarten.“

Wird es eng im Bienenstock, zieht im Frühjahr die Königin mit einem Teil der Bienen aus. Es bildet sich ein Schwarm, der einen neuen Nistplatz sucht. Bei Imker und Bienenbotschafter Antonio Gurliaccio in Karben passierte genau das: Ein von der Bienenbotschaft betreutes Volk teilte sich. Gurliaccio nahm den Schwarm auf und brachte ihn in den Zoo. Hier nahmen die Bienen sofort ihr neues Zuhause in einem Kirschholzstamm in Besitz. Etwa eine Stunde dauerte es, bis die letzte der circa 30.000 Bienen sicher im neuen Zuhause eingezogen war.

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