Aktion steht unter dem Motto: „Frieden! Im Libanon und weltweit“

Sternsinger sammeln Geld für Kinder

Elias, Simon und Mia vor der Kirche St. Josef. Foto: Faure

Bornheim (jf) – Caspar, Melchior, Balthasar? „Die Namen stehen so nicht in der Bibel. Es ist dort auch nicht von Königen die Rede, sondern von Sehern oder Weisen, die einem hellen Stern folgen.

Eine Zahl wird ebenfalls nicht genannt“, erklärt der elfjährige Simon, der in diesem Jahr zum siebten Mal dabei ist. Er gehört zu einer Sternsingergruppe des Kirchorts St. Josef. Das mit den Namen hat sich in Legenden seit dem sechsten Jahrhundert entwickelt. Außerdem sind die Anfangsbuchstaben eine gute Eselsbrücke, tatsächlich bedeutet „20*C+M+B+20“ „Christus mansionem benedicat/Christus segne dieses Haus“. All das wissen Simon und die Sternsinger Sabina, Hedwig, Agnes, Elias, Mia, Hugo und Anna. Und Pastoralassistentin Corinna Feth natürlich auch, sie betreut die Aktion im Kirchort St. Josef zum ersten Mal. „Die Kinder, begleitet von einigen Müttern, besuchen rund 40 Privathaushalte, die sich dafür angemeldet haben, Kindergärten, die Kleinen Schwestern, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Geschäfte“, erläutert Feth. Das Haus Saalburg stellte in diesem Jahr zwei Gewänder für die Sternsinger zur Verfügung.

Von einem besonders netten Erlebnis auf der Tour berichtet Simon: „Im Bethanienkrankenhaus waren wir im Konferenzsaal. Uns wurden Kakao und Muffins angeboten.“ Das ist eigentlich nicht üblich, denn der Routenplan zwischen 10.30 Uhr und 17.45 Uhr ist getaktet, für die Besuche bleiben zwischen fünf und 15 Minuten Zeit.

Eigentlich haben sich zwölf Kinder auf das Sternsingen vorbereitet, aber Krankheit und Ferien machten einen Strich durch die Rechnung. Zudem begann eine Schule schon mit dem Unterricht.

Die Kinder beschäftigten sich mit den Liedern und Gedichten. In diesem Jahr ist das Lied „Komm mit nach Bethlehem“ besonders beliebt.

Die Aktion der Sternsinger ist die weltweit größte von Kindern für Kinder. 300.000 Mädchen und Jungen in Deutschland nehmen daran teil. „Es macht einfach Spaß, von Tür zu Tür zu gehen, zu singen, Gedichte zu sprechen, Spenden zu erhalten und den Segen zu bringen“, sagen Simon und Hedwig, die Sternträger der zwei Gruppen, die an diesem Tag zwischen Berger Straße und Röderbergweg unterwegs sind. Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsinger des Kirchorts St. Josef knapp 3000 Euro.

„Wir müssen uns bemühen, Kinder für das Sternsingen zu finden. Es wird schwieriger. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass zwei Familien extra früher aus dem Urlaub zurückkamen, damit die Kinder dabei sein können“, sagt Corinna Feth.

Ein Höhepunkt für die Sternsinger ist der Besuch im Zentralen Pfarrbüro. Pfarrer Markus Schmidt empfängt die Kinder, sie singen ein Lied und sprechen den Segen. „Ich war auch Sternsinger und würde ohne diese schöne Aufgabe vielleicht gar nicht Pfarrer geworden sein“, sagt Schmidt.

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