Clowndoktorinnen gastieren im Clementine Kinderhospital

Mit Spaß und Musik wieder da

Dr. Nadu-Nadann (von links), Dr. Straciatella und Dr. Fidibus vor dem Clementine Kinderhospital. Foto: Faure

Ostend (jf) – Sie haben Papierschirmchen, große Schleifen und Blüten ins lustig aufgezwirbelte Haar gesteckt. Und sie tragen große rote Clownsnasen. Dr. Nadu-Nadann alias Annette Stein, Dr. Stracciatella alias Angela Scochi und Dr.

Fidibus alias Elodie Kalb kommen fröhlich mit Musik angeradelt, drehen eine Runde im äußeren Hof des Clementine Kinderhospitals und haben noch Zeit für ein kurzes Gespräch vor dem Eingang ins Krankenhaus. „Nach vier Wochen sind wir das erste Mal wieder im Clementine Kinderhospital“, sagt Dr. Fidibus. Seit neun Jahren kommen die Clowndoktoren wöchentlich in die medizinische Einrichtung, um den Kindern mit Spaß und Fröhlichkeit die Zeit zu vertreiben.

Am 24. Juni findet der fünfte Tag des 1994 gegründeten Vereins der Clowndoktoren in Gießen, Limburg, Bad Kreuznach, Mainz, Wiesbaden und eben auch in Frankfurt statt. „Wir haben richtig Sehnsucht nach den Kindern, und die kleinen Patienten fragen auch nach uns“, sagt Dr. Stracciatella. Aber die Coronapandemie fordert überall Einschränkungen, wie strenge Besuchsverbote in Krankenhäusern. „Wir sind froh, dass diese Termine überhaupt wieder zustande kommen. Leider dürfen wir nicht wie sonst auf die Stationen, sondern müssen im Innenhof bleiben. Die Kinder und die Mitarbeiter schauen uns aus den Fenstern zu. Aber das funktioniert erstaunlich gut, wir können uns etwas zurufen und etwas zeigen“, sagt Dr. Fidibus.

Die drei Doktorinnen gehören zu den insgesamt 33 professionellen Künstlern des Vereins, der inzwischen in 15 Kinderkliniken, zehn Altenheimen und einem Kinderhospiz im Rhein-Main-Gebiet, in Mittelhessen und Rheinland-Pfalz mit jährlich normalerweise etwa 2000 Visiten zu Gast ist. Das Projekt finanziert sich zu hundert Prozent aus Spenden.

„Der Kontakt zu den Kindern ist eigentlich schnell hergestellt. Wir informieren uns vorher über das Befinden der kleinen Patienten, wissen dann, wer frisch operiert oder ängstlich ist“, berichtet Dr. Nadu-Nadann. Jetzt ist alles etwas anders, aber man kann hören, dass sich die Kinder und auch das Klinikpersonal über diese lustige Abwechslung freuen. Schließlich weiß jeder: Lachen ist gesund.

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