Festival „What a Mess/ It’s Cum Ex“ in der Naxoshalle

Skandal unter die Lupe nehmen

Der Veranstaltungsort des Festivals ist die Naxoshalle in der Waldschmidtstraße im Ostend. Foto: Markus Morgenstern/p

Ostend (red) – Ein Jahr nach dem Bekanntwerden des Cum-Ex-Skandals verhandelt nun erstmals ein Gericht über die umstrittenen Cum-Ex-Geschäfte.

Obwohl bei dem wohl größten Steuerbetrug in der deutschen Geschichte über 25 Jahre lang mehr als 55 Milliarden Euro aus der Steuerkasse geplündert wurden, stieß der Skandal bis heute auf ein überraschend geringes Interesse der Öffentlichkeit.

Vom 18. bis 20. Oktober verhandeln und präsentieren Vertreter aus Kunst, Kultur, Politik und Wirtschaft beim „What a Mess/ It’s Cum Ex“-Festival in der Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19, wie ruinöse Wirtschaftspraktiken skandalisiert werden können, ein gemeinsamer, ökosozialer Umbau unserer Gesellschaft gelingen kann und welche ästhetischen Strategien dafür nötig sind.

Im Mittelpunkt des Festivals steht eine deutschlandweite Ausschreibung, an der sich im Frühjahr mehr als 90 Autoren beteiligten und Texte einreichten, die sich mit Aspekten des Cum-Ex-Skandals befassen. Das Festival eröffnet Freitagabend mit der feierlichen Preisverleihung an die drei Gewinner. Im Anschluss zeigen junge Regie-Studierende der Hessischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ihre szenischen Umsetzungen der Texte.

Das Rahmenprogramm, das Akteure und Besucher gemeinsam erkunden können, bilden Workshops, runde Tische, ein Hörspieltipi, Lesungen, der „Frankfurter Kranz“ und ein Umschlagplatz für alternative und solidarische Wirtschaftsformen.

Über Tendenzen und Aussichten „Ein Jahr nach Cum-Ex“ diskutieren Oliver Schröm vom Recherchezentrum Correctiv, Wolfram Bernhardt vom wirtschaftsphilosophischen Magazin „agora42“ und Josef Schnitzbauer vom Fair Finance Network.

„Welche Wirtschaft braucht der Mensch?“ fragen und beantworten Dr. Friederike Habermann (Volkswirtschaftlerin und Autorin), Prof. Dr. Brigitte Young (Forscherin Professorin für internationale Politische Ökonomie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) und Dr. Antje Schrupp (Politikwissenschaftlerin, Journalistin, Bloggerin und Buchautorin).

Der Eintritt ist tagsüber frei, Abendveranstaltungen kosten jedoch Eintritt. Kartenreservierungen und alle weiteren Infos unter www.studionaxos.de.

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