Nach Sommerpause geht's weiter

Show „Goodbye and Hello“ im Theatrallalla

+
Dirk Schicke (rechts) überreicht Bäppi La Belle ein Buch mit Frankfurter Liedern.

Nordend (jf) – Der Glitter der Konfettikanonen vom Vortag war teilweise noch zu sehen zur letzten Show von Bäppi La Belle im Theatrallalla in der Friedberger Landstraße. Zu Recht, denn auch diese Abschiedsvorstellung war kein Grund für anhaltende Traurigkeit.

Vor vollem Haus ließ es Bäppi ein letztes Mal an diesem Ort so richtig krachen. „Vielleicht werden wir ja noch Weltkulturerbe, denn hier ist in den letzten 26 Jahren mehr gelaufen als in Neuschwanstein“, meinten die Stimmen von Fred und Erwin aus dem Off. Bäppi startete die Show mit dem Titelsong aus „Goldfinger“. „Stimmt, es ist die letzte Vorstellung. Aber nur hier in diesem Haus. Mit den Shows und vielen Ideen geht es weiter!“, verkündete der Entertainer. Begleitet wurde er an diesem Abend von Gabriel Groh am Keyboard, Matthias Ladewig an den Drums und Glen Turner an der Gitarre. Die letzte Show – ja, aber es werden noch Filme gezeigt. „Specktre“, Bäppis Bond-Parodie, beispielsweise am 17. Mai. Der Bond-Liebhaber verriet auch gleich den Titel seines nächsten Filmvorhabens: „Liebesgrüße aus Offenbach“. Man darf gespannt sein.

„Goodbye and Hello“ war längst keine Abfolge von Titeln, sondern ließ immer wieder Raum für Anekdoten. Bäppi sang von Bond-Songs über Lieder der „U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern“, Zarah Leander bis Sting, Tina Turner und schließlich die Beatles so ziemlich alles, hübsch eingepackt in Geschichtchen zum Lachen. Dass er noch immer den Disco-Fox drauf hatte, bewies er zu ein paar Takten „Night Fever“. Einer von etwa 150 Songs aus 26 Jahren Theatrallalla. Eine Hommage an den im Frühjahr verstorbenen Karnevalsstar Dieter Adam („Runkelroiwweroppmaschin“) war „Kriech ich en Wein“ – das Publikum stimmte wie bei vielen Liedern mit ein. Nach Beatles-Titeln wie „Penny Lane“, „Yesterday“ und „Let It Be“ kam Dirk Schicke, der ihn jahrelang begleitete, auf die Bühne und überreichte Bäppi das „Goldene Buch der Frankfurter Lieder“.

Ob am nächsten Tag tatsächlich aufgeräumt wird („Ich war seit 20 Jahren nicht mehr im Keller, Sie wissen ja, wie das ist.“), steht in den Sternen. Gefeiert wurde jedenfalls noch eine ganze Weile im schönen Theatrallalla-Ambiente. Manche konnten sich davon nur schwer trennen. Aber eins steht fest: Thomas Bäppler-Wolf geht weg vom Domizil in der Friedberger Landstraße. Aber er bleibt allen Menschen, die das Absurde, Skurrile, Schräge, Komische und manchmal auch Deftige lieben, erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare