Zweiter Bücherschrank in Seckbach feierlich eröffnet

Schmökern an der Wilhelmshöher Straße

Werner Skrypalle und Loni Schmidt mit Taschen voller Lesestoff bei der Eröffnung des Bücherschranks. Foto: Lutter

Seckbach (zlu) – Der kleine Platz gegenüber des Seckbacher Rathauses, an der Ecke Wilhelmshöher Straße/Hofhausstraße, reichte am Donnerstag gerade so für alle, die gekommen waren, um den neuen Bücherschrank einzuweihen.

Alle Bewohner waren eingeladen, an der Eröffnung teilzunehmen. Wer mochte, konnte seine ausgelesenen Bücher stiften und den Bücherschrank damit füllen. Neben dem Schrank auf dem Atzelberg ist dies nun der zweite im Stadtteil.

Werner Skrypalle, Ortsvorsteher des Ortsbeirats 11, begrüßte die Besucher und dankte besonders sechs Bürgern, die als eingespieltes Team die Patenschaft für den Schrank übernehmen. Die Patinnen – Christine Dreier, Sabine Heinken, Helga Heise, Loni Schmidt und Elisabeth Uloth – engagieren sich in vielen kulturellen Bereichen ehrenamtlich für das Quartier. Der einzige Mann in der Runde, Rachid Rawas, ist Mitarbeiter des offenen Jugendtreffs Kids Seckbach.

Die Patin Loni Schmidt begrüßte auch Barbara Böcher-Stoll und Nina Arndt, die sich ebenfalls um die regelmäßigen Kontrollen der Schränke kümmern werden. Es gilt auch für sie, diesen auf sexistisches und faschistisches Material hin zu inspizieren und auszusortieren.

Schmidt beschrieb den Platz als einen Ort der Stille und des Innehaltens, an dem man verweilen und stöbern solle, und auch als einen Ort des Miteinanders. Um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen musste sie wegen des Verkehrslärms an der doch sehr befahrenen Wilhelmshöher Straße zuvor jedoch auf eine Bank steigen, denn die angrenzende Ampel war der Ruhe und Gemütlichkeit des Platzes nicht gerade zuträglich. Darum solle sich aber zukünftig im Zuge der Ortskernberuhigung ebenfalls mehr bemüht werden, versicherte Schmidt.

Da viele der Anwesenden bereits mit Tüten und Taschen voller Lesestoff ankamen, konnte der neue Bücherschrank dann direkt zum Leben erweckt und das Ganze bei einem Glas Sekt gefeiert werden. „Wir freuen uns immer über gut erhaltene Bücher, vor allem welche für Kinder”, sagte Schmidt.

Wer seine Bücher ausgelesen hat und auf der Suche nach neuem Lesestoff ist, findet dort vielleicht nicht dieselbe Ruhe wie am Atzelbergplatz, aber immerhin genau soviel Material. Auch, wer mal nichts zu spenden hat, ist zum Stöbern eingeladen, oder kann sich mit anderen austauschen.

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