Pfarrer nimmt bei Gottesdienst in Maria Rosenkranz Abschied

Patrick Irankunda geht nach Ruanda zurück

Patrick Irankunda hält seinen letzten Gottesdienst vor Besuchern aus der Pfarrei. Zum Abschied gibt’s einen Blumenstrauß. Foto: Notker Bohner/p

Seckbach/Bornheim (red) – Fast drei Jahre lang war Pfarrer Patrick Irankunda in der Pfarrei St. Josef tätig, und unter anderem Ansprechpartner für den Kirchort Maria Rosenkranz in Seckbach. Vor Kurzem wurde er bei einem Festgottesdienst offiziell verabschiedet.

Von Anfang an hatte der aus Ruanda stammende Priester gesagt, dass er in seine Heimat zurückkehren möchte. Nun ist es so weit. Er kann dort an das Leben anknüpfen, in dem er einst seine Berufung fand.

Als der in einer katholischen Familie mit fünf Geschwistern aufgewachsene Patrick Irankunda eines Tages mit vielen Menschen zu einem Gottesdienst wollte, und der Priester nicht kam, erlebte er, wie diese singend und betend stundenlang warteten. „Ich habe gesehen, dass diese Menschen Durst auf das Wort Gottes hatten.“ Dieses weiterzugeben, wurde zu seinem Lebensziel. Er besuchte ein priesterliches Gymnasium und legte 2004 die Priesterweihe ab. Sechs Jahre später wurde er nach Frankfurt geschickt, um an der philosophisch-theologischen Hochschule Sankt Georgen zu promovieren.

Das Studium ist längst beendet. Er wollte aber nicht in seine Heimat zurückkehren, ohne das Gemeindeleben in Deutschland intensiver kennenzulernen. Deshalb übernahm er in St. Josef Gottesdienste und andere Sakramente und war beliebter Ansprechpartner für viele Mitglieder der Pfarrei.

Dort hielt es ihn statt des anfangs geplanten Jahres dreimal so lang. Entsprechend herzlich fiel auch die Verabschiedung aus.

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