Tag der seltenen Erkrankungen

Patienten kochen mit Mirko Reeh

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Zehn Patienten und Mitglieder von dsai standen mit dem Frankfurter Fernsehkoch Mirko Reeh (links im Bild) am Herd.

Bornheim (red) – Auf europäischer Ebene hat es begonnen, inzwischen beteiligen sich 85 Länder am Internationalen Tag der seltenen Erkrankungen, der in diesem Jahr am 28. Februar 2019 zum zwölften Mal ausgerufen wird.

Tagesziel ist es, die Öffentlichkeit mit Aktionen und Veranstaltungen über seltene Krankheiten zu informieren und Betroffenen eine Stimme zu geben. Daran beteiligt sich auch der Verein „dsai“, zusammen mit dsai-Botschafter Mirko Reeh. Die Patientenorganisation für angeborene Immundefekte und der Frankfurter Fernsehkoch veranstalteten ein Kochevent für ihre Mitglieder, um sie ein paar Stunden lang von ihrem Alltag mit der seltenen Erkrankung abzulenken. Menschen mit einem angeborenen Immundefekt sind besonders anfällig für Infektionen und können mit einer ausgewogenen Ernährung ihr Immunsystem stärken.

Zehn Patienten der dsai-Patientenorganisation für angeborene Immundefekte standen gemeinsam mit dem Mirko Reeh in seiner Kochschule in Bornheim am Herd und bereiteten Gerichte zu, die ihren Bedürfnissen entgegenkommen. „Ich freue mich sehr, dass ich Botschafter der dsai sein darf. Mit meiner Bekanntheit möchte ich dazu beitragen, das Thema angeborene Immundefekte noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken“, sagte Mirko Reeh. Bei Menschen mit einem angeborenen Immundefekt funktioniert das Immunsystem nicht so, wie es soll: Ihm fehlen die notwendigen Abwehrkörper, um Krankheitserregern den Kampf anzusagen. Wird dieser Immundefekt nicht erkannt, leiden die Menschen an immer wiederkehrenden, heftigen Infektionen, eine späte Diagnose kann im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben. Mit Medikamenten können sie ein weitgehend normales Leben führen und müssen auch keine besondere Diät einhalten.

„Eine gesunde Ernährung ist für Betroffene aber dennoch sehr wichtig“, erklärt Gabriele Gründl, Bundesvorsitzende der dsai. „Bei ihnen ist der Magen-Darm-Trakt häufig Quelle von Beschwerden, mit einer ausgewogenen Ernährung können sie Symptome wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen lindern und einer Schädigung des Darms vorbeugen.“ Immundefektpatienten sollten vor allem auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D achten: Es unterstützt unter anderem ihre Infektabwehr und kontrolliert Autoimmunität. Mirko Reeh gab den Kursteilnehmern Gerichte und Rezepte an die Hand, die zuhause leicht nachzukochen sind und den täglichen Speiseplan bereichern. „Gerade wegen der Anfälligkeit für Magen-Darm-Beschwerden sollten Immundefektpatienten eine leichte, ballaststoffreiche Küche bevorzugen, in der möglichst viel saisonales Obst und Gemüse vorkommt“, sagte Reeh.

„Ein großer Teil unserer Arbeit widmet sich der Aufklärung über angeborene Immundefekte“, sagte Gabriele Gründl. „Aber wir sind vor allem eine Organisation, die sich um das Wohl ihrer Mitglieder kümmert. Es freut mich sehr, dass Mirko uns mit diesem Kochkurs geholfen hat, den Patientenalltag etwas zu erleichtern und auch zu bereichern.“

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