Magische Momente

Neue Ausgabe der Klein-Kunst-Bühne begeistert Publikum

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Kai Siegenthaler erfreute mit seiner neuen Lichter-Show.

Bornheim (red) – Die Bernemer Klein-Kunst-Bühne (BKKB) bot am Sonntagabend wieder eine abwechslungsreiche Show bei freiem Eintritt. Das geht nur, weil die Künstler mit einer geringen Aufwandsentschädigung einverstanden sind und manche sogar ganz darauf verzichten.

Dazu kommt die ehrenamtliche Arbeit eines motivierten Teams, das Monat für Monat den Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Bornheim in ein Varieté verwandelt. Impressario „Kai Ahnung“, alias Dieter Becker, führte einmal mehr mit Witz, Charme und dem ein oder anderen Kunststück durch den Abend, der von der Frankfurter Akustik-Band „Rise and Shine“ eröffnet wurde. Drei Männer und eine Frau gehören dazu. Sie kommen aus England, Frankreich, Italien und Deutschland und spielen eigene Songs.

Das rhythmische Klatschen des Publikums zeigte: Die Musik kam an. Dann wurde es poetisch mit Jonas Eipelt: „Erinnert sich noch jemand an den Montagsmaler?“, fragte der hessische Poetry-Vizemeister. „Natürlich, aber wer kennt schon den Dienstagsdichter?“ Es folgte ein Wortwitz-Feuerwerk über einen verkannten Dichter im Schatten der Goethe-Statue. Mit viel Humor zeigte Norbert Hornauer anschließend altbekannte Tricks in neuer Verpackung. Er spielte mit einer scheinbaren Ungeschicklichkeit und wirkte damit menschlich. Und doch führte alles, was er anpackte, zu ungläubigem Staunen beim Publikum. Auch das Spiel mit einer Zuschauerin, die er bat, den Namen der besten Schulfreundin aufzuschreiben, gelang perfekt. Er schaute ihr kurz in die Augen und schrieb den Namen richtig auf. Pause.

Danach ging es musikalisch weiter: Ruth Rossel spielte Cello. Sie lief barfuß auf die Bühne, koppelte ihr Cello mit einem Loop. Dieses elektronische Gerät nimmt gerade Gespieltes auf und gibt es in einer fortwährenden Schleife wieder. Rossel spielte, der Loop wiederholte, sie spielte neues dazu. Auch der letzte Programmpunkt hatte etwas Magisches. Dafür mussten die Gäste an den Bistrotischen in der ersten Reihe Platz machen. Das Licht ging aus, auch die Kerzen auf den Tischen wurden ausgeblasen. Was blieb, war dunkle Stille. Dröhnende Elektrobeats ließen die ersten Lichter zucken. Dann stand er da, mittendrin: Kai Siegenthaler. Er präsentierte seine neue LED-Lichtershow. Eine überdimensionale Licht-Jonglage begann. Das Publikum war begeistert. Es applaudierte immer wieder, rief „Bravo“ und „Zugabe“.

Beim abschließenden Finale wurden alle Künstler noch einmal mit einem herzlichen Applaus bedacht. Obwohl am nächsten Morgen die Arbeit rief, blieben viele Zuschauer sitzen. In der stimmungsvollen Atmosphäre klang der Abend mit einem Absacker an der Bar aus. Alle wollen wiederkommen, zur BKKB-Ausgabe am Sonntag, 28. April, und sind gespannt was „Kai Ahnung“ dann aus seinem Programmhut zaubert.

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