Stadt entscheidet über Linie 83

„Lohrbergbus“ als Ringlinie abgelehnt

Der Ortsbeirat 11 hätte den „Lohrbergbus“ gerne als Ringlinie im Einsatz, doch der Antrag wurde abgelehnt. Archivfoto: Traffiq/Krutsch/p

Seckbach/Bergen-Enkheim (sh) – In der Juli-Sitzung hatte der Ortsbeirat 11 (zuständig für Seckbach, den Riederwald und Fechenheim) einen Antrag an den Magistrat der Stadt Frankfurt gestellt, den sogenannten „Lohrbergbus“ als Ringlinie einzusetzen.

Dieser Vorschlag wurde nun von der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt.

Der Lohrberg ist für zahlreiche Frankfurter ein beliebtes Ausflugsziel. Insbesondere an sonnigen Wochenenden ist das Besucheraufkommen hoch. Viele kommen mit dem Auto und zuweilen prägt ein Verkehrschaos das Bild der Straßen und Wege auf dem Lohrberg. Der von der Stadt eingesetzte „Lohrbergbus“, die Linie 83, sollte da Entlastung bringen. Doch – so heißt es vom Ortsbeirat 11 – der Kleinbus würde kaum genutzt. Als Grund dafür nennt das Gremium, dass der enge Berger Weg häufig verkehrswidrig zugeparkt sei. „Es kommen kaum noch Autos hindurch, geschweige denn ein Kleinbus“, kritisierte das Gremium seinerzeit. Wenn der Bus nur zwischen Lohrberg und Friedberger Warte pendelt, muss er, nachdem er sich durch den Berger Weg gekämpft hat, in einem aufwendigen Manöver wenden und durch den immer noch verstopften Berger Weg zurückfahren. Ein Einhalten des Zeitplans sei da kaum möglich, hieß es vom Ortsbeirat. Die Fahrgäste haben sich mehrfach über Verspätungen und Fahrtausfälle beklagt.

Eine Ringbuslinie wäre viel vorteilhafter. „Der Bus muss nicht mehr durch den verstopften Berger Weg zurück, sondern fährt über den Klingenweg in Richtung Bergen ab. Die dortige Schranke bedient nur der Busfahrer. Sie wird umgehend wieder geschlossen, um ein unberechtigtes Befahren zu verhindern. Nun erreicht der Bus weitere umliegende Stadtteile und kann aus einem viel größeren Bereich nicht mobile Menschen umweltfreundlich zum beliebten Ausflugsziel bringen“, lautete im vergangenen Sommer der Vorschlag der Stadtteilparlamentarier.

Doch die Stadtverordnetenversammlung sieht das anders: „Durch eine Änderung der Buslinie 83 zu einem Ringverkehr von der Friedberger Warte über den Lohrberg sowie über die Stadtteile Bergen, Seckbach und Bornheim zurück zur Friedberger Warte verlängert sich die Fahrtzeit auf mindestens 35 Minuten. Dafür müsste ein zweites Fahrzeug eingesetzt werden, womit eine Verdoppelung der Kosten verbunden wäre.“ Für viele Fahrgäste würde sich die Fahrtzeit deutlich verlängern. Vom Lohrberg bis zur Friedberger Warte wäre man statt zwölf dann 27 Minuten unterwegs“, argumentiert die Stadtverordnetenversammlung.

Der besonders kritische Abschnitt des Berger Wegs zwischen der Friedberger Landstraße und dem Parkplatz, auf dem es regelmäßig aufgrund des Auto-Aufkommens zu Verzögerungen im Betriebsablauf kommt, würde auch bei einer Ringlinie weiterhin zumindest in einer Richtung befahren werden müssen, heißt es weiter. „Hinzukommen noch die Bauarbeiten in der Wilhelmshöher Straße, die einen zusätzlichen Busbetrieb durch Seckbach für die nächsten fünf Jahre ausschließen“, führt die Gemeindevertretung aus, die den Antrag somit ablehnt.

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