Endlich hat das Nordend wieder einen Treffpunkt

Langer Weg zum Stadtteilbüro

Karin Guder (erste Reihe, dritte von links) feiert mit Engagierten die Eröffnung des Stadtteilbüros. Foto: Faure

Nordend (jf) – Das Schild fehlt noch, aber der Raum ist schon gemütlich eingerichtet. Eine große, bequeme Couch mit einem langen Tisch steht der Eingangstür gegenüber.

Zwei Stufen höher befindet sich ein weiterer Tisch mit Stühlen. Im unteren Bereich ist außerdem eine kleine Küchenwand aufgestellt worden. Die hintere Tür führt zu den Toiletten und zur Gaststätte „Kupferstecher“, die im Sommer 2019 eröffnet hat und an den Namensgeber des Platzes, Matthäus Merian, erinnert. Das denkmalgeschützte achteckige Merianbad, 1888 als „Volksbrausebad“ errichtet, vereint nun Gastronomie, zwei (übrig gebliebene) öffentliche Duschen, Toiletten, die von außen zugänglich sind, und nun auch das Stadtteilbüro mit seinen 23 Quadratmetern. Das Gebäude befindet sich in Erbpacht von Jasna Lovric, ihr Bruder Petar Lovric richtete das Büro für das Nordend ein.

„Manchmal braucht man einen langen Atem“, sagte Ortsvorsteherin Karin Guder anlässlich der Eröffnung des Stadtteilbüros. Endlich hat das Nordend nach Schließung des Volksbildungsheims 1998 wieder einen Treffpunkt. Ein steiniger Weg sei das gewesen. Bereits 2008 wurde ein Prüfantrag an den Magistrat gestellt. 2014 wurde schließlich ein Stadtteilbüro gefordert und dafür das ehemalige Merianbad vorgeschlagen. 2017 wurde der Antrag genehmigt.

Bei der Feier waren natürlich auch die „Kupferstecher“-Gastronomen Drazan Susak und Tomislav Matkovic dabei. Ihnen gehört der Raum, sie stellen ihn dem Stadtteil zur Verfügung.

„Wir wollen Sprechzeiten der Stadtbezirksvorsteher (Thomas Dittrich, Pieter Zandee, Gernot Klumpp, Gerhard Barnewold, Willi Preßmar und Cornelia Walther), der Sozialbezirksvorsteher (Barbara Hübner und Ilka Werner), der Kinderbeauftragten und des Seniorenbeirats einrichten und diese Sprechzeiten auch veröffentlichen. Auch Gruppen und Vereine haben bereits Interesse für die Räumlichkeiten angemeldet“, informierte Karin Guder.

Sie wünscht sich, dass dieser Ort zu einem lebendigen Treffpunkt im Quartier wird.

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