Neue Aktion des Gewerbevereins Bornheim-Mitte

Künstler verschönert Stromkästen

Frisches Obst und Gemüse in einem Korb, darüber scheint die Sonne. Auf blauen Himmel steht „Bornheim“. Dieser Stromkasten steht vor dem Euroladen. Foto: Pascal Adams/Margit Martin-Marx/p

Bornheim (red) – Auf dem Platz am Uhrtürmchen in Bornheim Mitte stehen mit Abstand Tische und Stühle. Die Sonne scheint, die Menschen strömen ins Freie. Mittendrin vier Menschen mit Spraydosen, Absperrband, Putzeimer und Kamera und Stativ.

Sie steuern einen Stromkasten vor dem türkischen Restaurant „der-Ki“ an.

Nachdem alte Klebestreifen entfernt und der Kasten geputzt ist, zieht Gündem Gözpinar seine Maske über und zückt die Sprühflasche. Der freischaffend tätige Künstler hat bereits vor 25 Jahren mit der Kunst des Graffiti begonnen. 2010 lernte er das Naxos Atelier/ Jugendladen Bornheim, der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Stadt Frankfurt am Main (KJFH), kennen und ist seither fester Bestandteil des Naxos-Atelier-Teams. Die Aufträge, denen sich der Künstler annimmt, sind vielseitig. Darunter zählen Hausfassaden, Wandgestaltung in und vor Geschäften, Logodesign, private Zimmerwände, Leinwände und nun bringt er seine Kunst auch auf die Stromkästen in Bornheim-Mitte.

Die Idee für diese Aktion hatte der Gewerbeverein Bornheim-Mitte. Bereits 2019 knüpfte daher die Kümmerin Margit Martin-Marx den Kontakt zu Michael Lorenz von der HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH (Eigentümer der Stromkästen) und Stefan Mohr vom Naxos-Atelier.

Dass die Umsetzung des Kunstprojektes genau in dem Moment stattfindet, als das Leben wieder auf den Straßen und Plätzen zurückkehrt, ist Zufall und hocherfreulich zugleich. „Die frisch und sehr ansprechend gestalteten Stromkästen zeigen verschiedene Produkte und Themen, für die unser Bornheim steht. Damit wollen wir ein positives Zeichen setzen und zeigen, dass es wieder voran geht“, sagt Franz Steul, Vorsitzender des Gewerbevereins Bornheim-Mitte.

Wer einen Spaziergang über den Platz Bornheim-Mitte macht, entdeckt einen zweiten Kasten vor dem Kaffee Wacker, der dritte steht vor der Firma Meder und der vierte kurz vor der Saalburgallee auf der rechten Seite.

Allen gemeinsam ist, dass sie Produkte vom Bornheimer Markt zeigen. Man kann Blumen, Getränke, Brot und Brötchen sowie Obst und Gemüse entdecken. Sozusagen eine Hommage an den Markt, der im Moment auf das Gelände an der Eissporthalle ausgelagert ist. „Wir freuen uns schon sehr auf den Tag, wenn der Wochenmarkt wieder zurückkommt“, sagt Kümmerin Margit Martin-Marx „und bis dahin erfreuen wir uns an den Platzhaltern“.

Für Margit Martin-Marx hat dieses Projekt Vorzeigecharakter: „Es ist ein positives Beispiel wie Handel, Verwaltung und Kunst zusammen etwas auf die Beine stellen können, an dem sich die Menschen erfreuen.“

Wer die Bilder der Aktion sehen möchte, kann sich auf Instagram mit dem Hashtag #dieBerger darüber erkundigen.

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