Boys’ Day im Jugendzentrum

Klischee ade: Schüler testen Berufe

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Am Stand des Agaplesion Bildungszentrums für Pflegeberufe konnten die Jungen selbst Blutdruck messen.

Bornheim (red) – Rund 100 Jungen zwischen zwölf und 17 Jahren haben sich beim Boys’ Day am vergangenen Donnerstag im Jugendzentrum (Juz) Heideplatz über soziale Berufe informiert und konnten an verschiednen Ständen direkt Hand anlegen.

Das Paritätische Bildungswerk BV hatte den Tag organisiert, viele Einrichtungen sind der Einladung gefolgt. So zum Beispiel die Praunheimer Werkstätten, die verschiedene Übungen – unter anderem mit Lego-Steinen –mitgebracht hatten. Juz-Leiter Gert Neuwirth und Organisatorin Martina Taylor begrüßten die Schüler. Anschließend führte Moderator Serkan Rahman durchs Programm: Beim Quiz mit Fragen zum Boys’ Day durften die Schüler rätseln. Eine Tombola mit vielen Preisen, von FSV-Tickets über Stars-Wars-Figuren bis hin zum Eintracht-Trikot, sorgte für glückliche Gesichter.

Hände desinfizieren und Blutdruck messen konnten die Schüler am Stand des Agaplesion Bildungszentrums für Pflegeberufe Rhein-Main. Anschließend ging es darum, mittels UV-Licht Bakterien an den Händen aufspüren. Auch ein Puzzle im XXL-Format war beliebt: An einer Modellpuppe mussten die Jungen die Organe an die richtige Stelle im Körper setzen. Wie es sich anfühlt, alt zu sein, konnten die Schüler mittels eines Alterssimulationsanzugs erfahren, den das Unternehmen max Q mit ins Jugendzentrum gebracht hatte. Anschließend ging es mit Rollstühlen durch einen Slalom-Parcours. Im Untergeschoss war Musik das Thema: Ein Junge trommelte, acht andere stiegen der Reihe nach ein und spielten mit. Die Aufführung sollte eine Möglichkeit für Erzieher aufzeigen, mit Kindern zu arbeiten.

Viele Infos zu diesem Beruf gab’s auch am Stand der Kita Frankfurt. Dort durften die Schüler ihr Geschick beim Balancieren auf der Slackline beweisen. Mehr Feingefühl brauchten sie beim Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit: Dort wurden fleißig Knöpfe an Kleidung angenäht. Im Anschluss an die Veranstaltung berichteten Azubis und Mitarbeiter der Einrichtungen davon, was sie dazu motiviert hat, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Oft führten besondere Situationen, wie Krankheit in der Familie, zur Entscheidung. Die Veranstaltung bot den Jungen einen Einblick in Berufe, die sonst viele Frauen ergreifen.

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