Vernissage mit Preisverleihung zum Fotowettbewerb

Kinder lichten ihren Oeder Weg ab

Die jungen Sieger präsentieren stolz ihr Preise und Urkunden. Foto: Schneider

Nordend (zjs) – In den Räumen der evangelischen Gemeinde im Oeder Weg hatten sich Eltern und Kinder versammelt, um dem Höhepunkt des Kinderfotowettbewerbs entgegenzufiebern: Der Preisverleihung an die jungen Künstler.

Die Nachbarschaftsinitiative freiraum-oederweg unter Leitung von Jochen Schepp hatte die Kinder dazu aufgerufen, Fotos vom Oeder Weg zu erstellen, und zwar immer zwei: „Das erste Bild soll zeigen, was ihnen am Besten gefällt, das zweite, was ihnen missfällt“, fasst Jochen Schepp die Idee hinter der Aktion zusammen. In den zwei Altersgruppen „sechs bis neun Jahre“ und „zehn bis 13 Jahre“ sollten die Kinder das Quartier im Nordend mit der Kamera erkunden und ihre Blicke fotografisch festhalten. Die Schirmherrschaft hatte Ortsvorsteherin Karin Guder übernommen, unterstützt wurde sie von gemeinnützigen Organisationen wie „Kunst im Nordend“ und Oxfam. Insgesamt haben 45 Kinder am Wettbewerb teilgenommen und 90 Fotos eingereicht. „Eine fünfköpfige Jury hat die Fotos gesichtet und bewertet, wobei die Gestaltung und Wirkung auf den Betrachter ausschlaggebende Kriterien waren“, sagt Koordinatorin Cheree Schepp. In der Altersklasse „sechs bis neun Jahre“ konnten sich von Platz fünf an platzieren: Bruno Schäfer, Sophie Bruckner, Nils Hermann, Lilly Krause und Zelda Hamm. Bei den Zehn- bis 13-Jährigen gab es zwei vierte Preis an Matteo Cornelli und Melike Mergner, Anton Schmidt, Amelie Vermehren und Aimée Seubert. Der Preis für das schönste Foto aus Sicht der Juroren ging an Melika Mergner, die sich über eine Nikon-Kamera freuen durfte. Die anderen Erstplatzierten erhielten ein Tablet und ein Smartphone, alle anderen Sachpreise und Gutscheine für Kinobesuche, Buchhandlung und Eisdiele. Die Motive der Fotos sind ähnlich, vielen gefällt der Bücherschrank, das viele Grün, Parks und Spielplätze und natürlich Eis. Kritik hagelte es aber ebenfalls nicht zu knapp: Die Schmierereien an den Hauswänden, Dreck und Unrat, Autos, die Wege zuparken, Verkehrssituation allgemein, Müll, Baustellen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs stoßen bei Karin Guder auf offene Ohren: „Ich bin äußerst positiv überrascht und möchte einige Kinder mit ihren Eltern in die nächste Ortsbeiratssitzung einladen, um dort die Ergebnisse zu präsentieren“, regt die Politikerin an, denn sie spricht sich klar für eine aktive Bürgerbeteiligung als Teil der politischen Bildung aus. Es sei wichtig, dass sich Kinder mitteilen und ernst genommen würden. Bei diesem Wettbewerb wurde einmal mehr deutlich: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, sagte Karin Guder abschließend. Die Fotos können ab sofort im Oeder Weg an der Bornwiesenstraße und den Schaufenstern der Einzelhändler besichtigt werden.

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