Spritzige Fahrt im Narren-Express

Karnevalgesellschaft Stutzer feiert Prunksitzung

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Elferrat und Garde begrüßen das närrische Volk mit einem dreifach donnernden „Frankfurt Helau“.

Bornheim (zjs) – Nach den elf Paukenschlägen der Kapelle zog der Elferrat der großen Bornheimer Karnevalgesellschaft Stutzer 1910 in Begleitung der Garde ins Bürgerhaus ein und hieß das närrische Volk im ausverkauften großen Saal willkommen.

„Ich bin der neue Werner Nigge“, stellte sich Ministerpräsident und zweiter Vorsitzender Werner Müller vor. Er übernahm erstmalig die Moderation und dankte seinem Vorgänger, der 32 Jahre lang erfolgreich das Zepter geschwungen hatte. Von den Gästen gab es für den Geehrten viel Applaus. Dann klang satter Rock ‘n’ Roll durch die wummernden Boxen und der King stand auf der Bühne: Elvis selbst. Gerald Dinis in G. I. Uniform mit einem tanzenden Paar als Background mischte mit den bekannten Hits das Publikum auf. Stimmlich ziemlich authentisch kam ein Gassenhauer nach dem anderen und vor den Gästen hatte der King auch keine Berührungsängste, zog er doch singend vom Scheinwerfer verfolgt durch die tanzende Narrenschar. Da musste schon mal das eine oder andere Schnitzel kalt werden. Das Repertoire war umfangreich und die Klassiker alle dabei.

Gerald Dinis als Elvis riss mit fetzigem Rock ‘n’ Roll das Volk von den Sitzen.

Und so war manch einer froh, dass bei der nächsten Nummer wieder Platz zum Verschnaufen genommen werden konnte, als die Fidelen Eckenheimer ihren Gardetanz vorführten. Gucken ist eben nicht so anstrengend. „Eine Premiere feiert der jüngste Redner, den wir jemals auf das Publikum losgelassen haben“, kündigte Werner Müller den nächsten Kandidaten auf der Bühne an. Dort stand Lukas Kempf in der Bütt, der seinen Einstand gab und sich mit dem Thema der peinlichen Eltern auf ein schier unerschöpfliches Maß an Anekdoten aller Heranwachsenden eingelassen hatte. Gut vorgetragen, Pointen richtig verteilt, alles perfekt hinbekommen, besser kann ein Erstauftritt nicht gelingen. Da konnte Vater Armin als Vorsitzender der Stutzer durchaus stolz auf den Filius sein. Die Trainerinnen Jennifer Plottnik und Evira Pfalzner hatten mit ihrer Minigarde einen Tanz einstudiert, den der Nachwuchs super auf die Bretter brachte – Applaus garantiert.

Hausmeister Bolle alias Jörg Burghardt sorgte im Anschluss für reichlich Lacher, bevor zwei weitere Tanzdarbietungen die Besucher in die Pause begleiteten. Im zweiten Teil des Abends trat der Fanfarenzug Bonames und die Uschi Garde der Stutzer auf. Armin Kempf und Conny Munderich gaben als Brautpaar Wissenswertes zum Besten, bevor Julius Müller mit seinem Gesang den Abend ausklingen ließ. Der Kartenvorverkauf für die nächste Fahrt des Narren-Express am Samstag, 15. Februar 2020, hat übrigens schon begonnen.

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