Carlotta Coda erhält Absolventenpreis des Fördervereins der Frankfurt UAS

Hochschule auf dem Weg zur Inklusion

Carlotta Coda (Zweite von links) hat den Absolventenpreis erhalten. Professor Bettina Bretländer (links), Professor Michaela Röber (Zweite von rechts) und Professor Gero Lipsmeier feiern mit. Foto: Daniele Coda/p

Nordend (red) – Carlotta Coda, die selbst eine Gehbehinderung hat und auf einen Rollator angewiesen ist, hat in ihrer Abschlussarbeit Handlungsempfehlungen für mehr Barrierefreiheit an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) aufgestellt.

Dafür wurde die Absolventin des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit nun mit dem Absolventenpreis des Fördervereins der Frankfurt UAS ausgezeichnet.

Professor Michaela Röber, Vorstandsmitglied des Fördervereins sowie Prodekanin des Fachbereichs Soziale Arbeit und Gesundheit, hat den Preis bei der Absolventenfeier des Fachbereichs überreicht. Der Preis ist mit 500 Euro und einer einjährigen kostenfreien Mitgliedschaft im Förderverein dotiert.

„Die Themen Barrierefreiheit und Inklusion sind an der Frankfurt UAS bereits Schwerpunkt in zwei Studiengängen: Dem interdisziplinären Master-Studiengang Barrierefreie Systeme sowie dem Master-Studiengang Diversität und Inklusion. Dennoch gibt es auf dem Campus noch einige Orte, die nicht barrierefrei sind“, erklärt Coda, deren Abschlussarbeit den Titel „Hochschule auf dem Weg zur Inklusion. Handlungsempfehlungen für die Frankfurt University of Applied Sciences“ trägt. „Es sind oft die Kleinigkeiten, die das Leben mit einer Behinderung erschweren. Manche Gebäude haben keinen Aufzug und sind so für mich nicht oder nur schwer zu erreichen.“ Die von Coda aufgestellten Handlungsempfehlungen beziehen sich auf die Bereiche Lehre, barrierefreie Kommunikation sowie den Internetauftritt der Hochschule. Die Absolventin empfiehlt unter anderem den Einsatz von Experten, die bei Um- und Neubauten zu Barrierefreiheit beraten, den Einsatz von Hilfsmitteln in der Lehre sowie ein entsprechendes Beratungsangebot. Zudem schlägt Coda verpflichtende Fort- und Weiterbildungen zum Thema „Studieren mit Beeinträchtigung“ für Mitarbeitende und Lehrende vor. Workshops und öffentliche Vorträge könnten dieses Angebot abrunden. Neben dem Vorschlag einen Leitfaden zur barrierefreien Lehre zu erstellen, hat die Absolventin einen Fragebogen erarbeitet, mit dessen Hilfe die Bedarfe von Studierenden mit Beeinträchtigung ermittelt werden sollen.

„Carlotta Coda hat sich in ihrer Bachelor-Arbeit mit einschlägigen Studien zur Situation von Studierenden mit Behinderung an Hochschulen beschäftigt, Unterstützungsangebote analysiert und Handlungsempfehlungen für die Frankfurt UAS entwickelt“, sagte Bettina Bretländer, Studiengangleitung im Master-Studiengang Diversität und Inklusion sowie Beauftragte für Studierende mit Behinderung an der Frankfurt UAS. Sie hat Carlotta Coda für den Absolventenpreis vorgeschlagen.

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