Hengst Formoso zu Gast im Hospiz Sankt Katharina

Tierischer Besuch für Jutta Märkl

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Hengst Formoso lässt sich gerne vom Hospizgast Jutta Märkl streicheln.

Seckbach/Bornheim (red) – Es ist eine kleine Sensation, als Leonie Mauss mit ihrem weißen Hengst Formoso an der Hand im Garten des Hospiz Sankt Katharina auftaucht.

Mit Sozialarbeiterin Gisela Kuchler steuern Pferd und Besitzerin zielsicher die Terrassentür von Hospizgast Jutta Märkl an. Sie wurde zuvor von einer Pflegekraft auf die Überraschung vorbereitet. Dann geht die Tür auf. Jutta Märkl ist überwältigt. Früher hatte sie selbst ein Pferd. Dann stand der wunderschöne weiße Hengst vor ihr, zum Streicheln nah. Dieser einzigartige Moment der Begegnung ist gefüllt von unendlicher Freude. Andächtig verharrt auch Formoso in der Situation. „Er verhielt sich sehr ruhig, sanftmütig und verbreitete eine glückliche Stimmung“, sagte Leonie Mauss später, die an diesem Vormittag mit diesem tierisch-schönen Anblick noch weitere Hospizgäste erfreute. „Für uns alle war das ein beglückender Moment“, sagte Hospizleiter Markus Johannes Agethen.

Am Morgen hatte die 27-jährige Leonie Mauss ihren achtjährigen Lusitano Hengst Formoso in den Pferdeanhänger verladen und ist damit von Groß-Umstadt nach Frankfurt gefahren. „Für uns beide war es das erste Mal, dass wir in einem Hospiz waren.“ Kein Wunder, dass sie bereits in der Nacht davor und auf der Hinfahrt nervös war. Die Idee, mit ihrem Pferd ehrenamtlich Freude zu verbreiten, kam der jungen Frau vor Kurzem. Sie schrieb einige Einrichtungen per E-Mail an und fragte, ob Interesse bestünde für einen Besuch. Einzig das Hospiz Sankt Katharina war offen dafür.

Leonie Mauss ist mit Pferden aufgewachsen und hat sich in diesem Bereich vor Jahren selbstständig gemacht. „Ich bin äußerst froh, diesen Schritt hierher gewagt zu haben – zu wissen, dass ich meinem Pferd zutiefst vertrauen kann, zu sehen, wie respektvoll und fürsorglich die Mitarbeiter sich um die Hospizgäste kümmern, wie würdevoll ihre letzte Zeit gestaltet wird.“ Sie konnte, betont sie dankbar, „nicht nur etwas geben, sondern auch viel zurückbekommen“.

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