Veranstalter ziehen positive Bilanz der interaktiven Ausstellung

Großes Interesse an Klima-Piazza

Junge Besucher bei der Klima-Piazza im Zoo Frankfurt. Foto: Umweltamt/ Stadt Frankfurt/p

Ostend (red) – Diskussionen, Vorträge, Zaubereien und ein ausverkauftes Neophyten-Restaurant. Mit einer durchweg positiven Bilanz ist die Klima-Piazza 2019 im Zoo zu Ende gegangen. Insgesamt zählten die Veranstalter – Umweltamt und Zoo – mehr als 11.

000 Besucher an den drei Tagen der interaktiven Ausstellung.

„Das große Interesse an der Klima-Piazza hat gezeigt, dass wir mit diesem Format auf dem richtigen Weg sind“, sagte Umweltamtsleiter Peter Dommermuth. „Die Menschen wollen wissen, was und wie sie etwas für Klimaschutz und Klimaanpassung tun können. Und genau diese Informationen liefert die Klima-Piazza.“

In sechs Themenhäusern informierten sich die Gäste über Klimaanpassungsstrategien von Mensch und Tier. Es gab eine Reihe von Mitmachaktionen, unter anderem die Klima-Safari durch den Zoo. Besondere Beachtung fand der Stand von „Frankfurt frischt auf“, dem städtischen Förderprogramm für die Begrünung von Dächern, Fassaden und Hinterhöfen. Und natürlich Peter Hübner, der zaubernde Gemüsehändler. Er tat es den großen Magiern gleich und zauberte reihenweise Geldscheine in Melonen und Paprika. Da staunten nicht nur die Kleinen.

Ein ganz anderes Problem hatte Peter Becker mit seinem Neophyten-Stand. Der Buchautor aus Wiesbaden weiß, wie man aus unliebsamen Pflanzen, die sich durch steigende Temperaturen zunehmend auch bei uns heimisch fühlen, leckere Aufstriche, Kuchen oder Quiche zubereiten kann. Sein Restaurant musste am Ende mangels Masse schließen – alles weggefuttert.

Großer Andrang herrschte schon beim Auftakt der Klima-Piazza, einem Bürgerdialog am vergangenen Dienstag mit dem Motto „Es geht den Pflanzen wie den Leuten! – Klimawandel und Artenvielfalt in Frankfurt“ im ausgebuchten Zoo-Gesellschaftshaus. 150 Interessierte lauschten dem Gespräch von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig mit DI Vera Enzi von „Grünstattgrau“ Forschungs- und Innovations-GmbH aus Wien, Georg Zizka vom Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt und Amtsleiter Dommermuth und beteiligten sich mit einem breiten Fragenkatalog engagiert an der Debatte.

Die Podiumsgäste und das Publikum waren sich darin einig, dass umgehend gehandelt werden muss. Arten- und Klimaschutz aber auch die Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels sind das Gebot der Stunde. Die aus Österreich mitgebrachten Beispiele von Vera Enzi zeigten dabei Perspektiven auf, wie aus einer grauen eine grüne Stadt werden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare