Runde Sache: Emilie Ehnes feiert 100. Geburtstag

„Genieße das Leben und mache dich nützlich“

Emilie Ehnes hat am Montag mit Familie und Freunden ihren 100. Geburtstag gefeiert. Foto:p

Seckbach (red) – Vergangenen Montag war für Emilie Ehnes ein ganz besonderer Tag: Im Kreise ihrer Liebsten feierte die Seniorin ihren 100. Geburtstag.

Am 27. Januar 1920 erblickte sie in Nürnberg das Licht der Welt. Während ihre jüngere Schwester eine Banklehre in Nürnberg absolvierte, trat sie früh in die Fußstapfen ihres Vaters: In München ließ sie sich während des Krieges zur Lehrerin ausbilden. Anschließend unterrichtete sie Schüler der ersten bis dritten Klasse einer Dorfschule in Wettringen/Mittelfranken.

Sie lernte den Bauern Ernst Ehnes kennen und heiratete ihn im Dezember 1947 mit 27 Jahren. Dann setzte sie zehn Jahre vom Lehrberuf aus und wurde Bäuerin. Dazu passt ihr Lebensmotto: „Genieße das Leben und mache dich nützlich.“ In dieser Zeit gebar sie ihre Tochter Rosemarie und ihre Söhne Günter und Karl.

Als die Kinder älter waren, unterrichtete sie als Lehrerin in Rothenburg ob der Tauber, wo sich die Familie Ehnes ein Reihenhaus kaufte.

Doch dann kam der Schicksalsschlag für die Familie: Ernst Ehnes wurde beim Überqueren der Straße überfahren. Ehnes verkaufe das Reihenhaus und zog zu ihrer Tochter und Enkelin nach Seckbach. Dort verbrachte sie 30 Lebensjahre. „Sie hat in ihrem Leben viele Höhen und Tiefen erlebt, doch nie den Mut verloren, immer das Positive eines jeden Tages gesehen“, sagt Rosemarie Thiele über ihre Mutter.

Außerdem war sie sehr kreativ: Ehnes schrieb im Laufe ihres Lebens viele Geschichten und Gedichte, auch über den Huthpark und den Lohrberg, die sie in zwei Bänden veröffentlichte. Ihre Gedichte sind durchzogen von Freude und Humor. Auch malte sie gerne und war sehr musikalisch: Begeistert sang sie und spielte Klavier, Gitarre, Ziehharmonika und Laute.

Heute hat Emilie Ehnes vier Enkelinnen, einen Enkel sowie zwei Urenkel und wohnt in einem Seniorenheim in Rodgau.

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