IGS Nordend nimmt am Projekt „Healthatschool“ im Programm Erasmus+ teil

Gemeinsam in Schule und Küche

Schüler aus vier Nationen kochen in der IGS Nordend. Foto: Faure

Nordend (jf) – In der Küche der IGS Nordend herrscht ein kreatives Durcheinander. Rezepte werden gelesen und verglichen, Pakete mit den Kräutern der Grünen Soße geöffnet, die Kräuter gelesen, gewaschen, gehackt; Eier und Kartoffeln werden gekocht.

Projektsprache ist Englisch, das beherrschen die Schüler aus Ungarn, Griechenland, Rumänien und Deutschland am besten.

Seit Oktober 2018 nimmt die IGS Nordend am Programm Erasmus+ der Europäischen Union teil. Fast eine Woche lang, von Montag bis Samstag, sind 13 Schüler und Lehrer aus dem ungarischen Baja, elf aus dem griechischen Almyros und acht aus dem rumänischen Targu Mures in Frankfurt zu Gast und wohnen bei Schülern und Lehrern der IGS Nordend. Im November fand ein erstes vorbereitendes Treffen der Lehrer in Baja statt. Einen zweiten Austausch gab es im Februar in Almyros, da waren auch Schüler der IGS dabei.

„Im Projekt geht es um Themen wie Cyber-Mobbing, Bewegung und gesunde Ernährung“, erklärt der 13-jährige Johann. „Wir waren in der Stadt unterwegs, auf dem Maintower und im Historischen Museum“, ergänzt der 16-jährige Daniel aus Târgu Mures und erläutert, dass seine in Siebenbürgen gelegene Stadt auf Deutsch Neumarkt am Mieresch heißt. „In Frankfurt gibt es viele Fahrräder, das hat mir gut gefallen“, fügte Daniel hinzu und sagt weiter: „Hessen hat ein gutes Bildungssystem, das den Schülern mehr Freiheiten lässt als das Schulsystem bei uns.“

Die 16-jährige Veszta aus Baja findet Frankfurt toll, war auf der Zeil und in der Berger Straße und im Günthersburgpark.

Die deutschen Partnerschüler sind ein bisschen jünger. „Das ist aber nicht wichtig, wir haben uns gut verstanden“, sagt Johann. „Mark aus Baja, der bei mir wohnt, hat mir ein bisschen Judo beigebracht, außerdem haben wir zusammen Fußball gesehen, das Eintracht-Spiel gegen Lüttich. Und wir waren kegeln“, erzählt Linus.

Bei Lucien übernachten gleich zwei Schüler, Daniel und Mathew. „Man muss nicht die gleiche Sprache sprechen, um sich zu verstehen“, sagt Lucien und war begeistert von Mathews Beatbox-Vorstellung. Veszta zieht ebenfalls eine positive Bilanz: „Ich konnte mein Englisch verbessern und habe viele neue Menschen kennengelernt. Die Sightseeingtour war super, und das Wetter stimmte auch.“

Am Abend wird eine Abschieds-Party stattfinden. Da wird auch die Schulband „Born in Bornheim“ auftreten. Am Samstag reisen die Schüler aus Ungarn, Griechenland und Rumänien wieder zurück in ihre Heimat. Es war eine kurze Woche mit vielen Eindrücken. „Es war gut, dass wir uns für das Projekt in Brüssel beworben haben und ausgewählt worden sind – trotz der vielen Antragsseiten“, schätzt Lehrer und Mitglied im Erasmus+-Team Wolfgang vom Hofe ein. Schülerpartnerschaften seien eine richtig gute Sache.

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