Ergebnisse des 14. Fotokurses von Detlef Möbius im Zoo Frankfurt

Ganz nah an Löwe und Pinguin

Teilnehmergruppe vor dem Eintritt in die Faust-Vogelhallen zur Vernissage der Fotoausstellung. Foto: Faure

Ostend (jf) – Ein Kaiserschnurrbart-Tamarin schaut den Betrachter mit majestätisch geschwungenem Bart an.

Hendrik hat das Foto gemacht, er gehört zur Gruppe der sieben Mädchen und fünf Jungen, die drei Tage im Mai in der Aktionswoche „Biologische Vielfalt erleben“ mit Fotograf Detlef Möbius im Frankfurter Zoo auf Fotopirsch waren. Michael Kauer, Projektleiter Naturschutzbotschafter der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, begrüßte die Neun- bis 13-Jährigen und ihre Eltern und Geschwister vor den Faust-Vogelhallen zur Vernissage der Ausstellung. „Es war eine tolle Gruppe, die Kinder waren immer ganz und gar dabei, Handys spielten keine Rolle“, lobte Möbius. Am ersten Kurstag beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Technik. Sie bekamen hochwertige Spiegelreflexkameras, die von Nikon zur Verfügung gestellt wurden, in die Hand. An den weiteren Tagen streiften die Kinder mit Möbius durch den Zoo. „Ohne die Unterstützung der Tierpfleger, die trotz knapper Zeit viel ermöglichten, wäre der Kurs nicht realisierbar“, unterstrich der Profifotograf.

Der Kurs erlaubt, Tiere aus nächster Nähe kennenzulernen und zu verstehen, warum sie geschützt werden müssen. Ein besonderer Höhepunkt im Mai war die Besichtigung der neuen Pinguinanlage. Nun sind 24 Bilder in den Vogelhallen zu sehen. Was Nabiha, Tobias, Hendrik, Yasmina, Liam und die anderen da mit der Kamera eingefangen haben, ist schon erstaunlich – zumal die Bilder anschließend nicht mit technischen Hilfsmitteln bearbeitet wurden. „Seit vielen Jahren bin ich Naturschutzbotschafter, staune bei der jährlichen Ausstellung aber immer wieder über die Vielfalt der Tiere in unserem Zoo“, bemerkte Karlheinz Iba. Sicher gehören Löwen, Bären und Pinguine jedes Jahr zu den Attraktionen des Kurses, alles Andere ergibt sich. Ein Komodowaran mit Blättern auf der Nase beispielsweise. Und ein Flamingokopf mit krummem Schnabel und gelben Knopfaugen.

„Es ist toll, dass unseren Kindern so eine Möglichkeit geboten wird“, bedankte sich eine Mutter bei dem Fotografen, den Naturschutzbotschaftern und dem Zoo.

Wer zwischen zehn und dreizehn Jahre alt ist und sich dafür interessiert, Tiere zu fotografieren, kann sich mit einer selbst verfassten Bewerbung – darauf legen die Organisatoren Wert – ab Dezember beim Zoo für den nächsten Kurs am Pfingstwochenende 2020 anmelden. Über die Teilnahme wird dann entschieden – für 2019 gab es zum Beispiel 26 Bewerbungen. Mehr zu den Details ist auf zoo-frankfurt.de zu erfahren.

Zunächst einmal hängen für wieder etwa ein Jahr die schönsten Bilder der diesjährigen Fotosafari in den Faust-Vogelhallen, außerdem sind die schönsten Fotos aus zehn Kursjahren zu sehen.

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