Fummel, Federn und Fräcke

Versteigerung von Kostümen und Requisiten mit Bäppi la Belle

+
Das hat etwas von Frau Antje: Bäppi la Belle bietet seine Requisiten zum Verkauf an.

Nordend (jf) – Stangenweise Kleidung, Fummel, Fräcke und Hüte, Federboas, Stühle, Tische sowie Lampen. Bäppi la Belle begrüßte die Bieter zur ersten Auktion: „Wer heute nicht da ist, versäumt etwas.“

Nachdem der Vorhang am 5. Mai zum letzten Mal im Domizil in der Friedberger Landstraße fiel, hatte Thomas Bäppler-Wolf vier Wochen später zur Versteigerung seiner Requisiten ins Theatrallalla eingeladen. Nicht nur das, was auf der Bühne an Kleiderstangen hing und auf dem Boden gestapelt war, sondern auch die Fenstervorhänge, Stühle und die schönen großen Spiegel standen zum Verkauf. Es gab eigentlich nichts, was nicht erworben werden konnte: Von einer gigantischen, nie getragenen Medusen-Perücke über einen erotischen Tisch bis hin zu holländischen Holzschuhen. Und Kunstblumen auch? Nein, die nicht, die werden möglicherweise noch gebraucht.

Ein nachmodellierter Oscar war nicht das Richtige für das Publikum, der ausladende Thron von Tutanchamun fand dagegen einen Liebhaber. Zwischen den einzelnen Objekten erzählte Bäppi immer wieder Anekdoten.

Deutschland-Fahne? Wollte keiner. Die Regenbogenfahne ging für zwei Euro weg. Ein Großporträt von Erika Steinbach? Nicht einmal geschenkt. Und Angi-Kostüme waren ebenfalls nicht gefragt. Aber Hüte, davon gab es einige. Ein junger Mann begeisterte sich für einen geräumigen Badeanzug – oder doch nur für die hübsche Hutschachtel, die Bäppi als Verpackung für das Schwimm-Outfit gewählt hatte?

Federboas fanden ihre Abnehmer genauso wie skurrile Schuhe und Hemden und ein rot-schwarzer Mantel mit Riesenschleppe sowie ein Charleston-Kleid. Oder Gummischlangen, die ebenfalls als Requisiten bei Tutanchamun vorkamen.

In der Tat waren die Kostüme oft aufwendig gefertigt, jedes ein Stück Maßarbeit und viel zu schade zum Wegwerfen. „Dieses Kleid habe ich vor 20 Jahren in New York gekauft. Was glauben Sie, wie lange ich diskutieren musste, um es überhaupt anprobieren zu dürfen?“, sagt Bäppi. Es folgt Gelächter bei den Anwesenden. Denn: Zeiten ändern sich.

Sehr viel ist Thomas Bäppler-Wolf nicht losgeworden. Weitere Versteigerungen werden folgen, versprach er. Infos dazu wird es über die Homepage vom Theatrallalla geben. Dort erfährt der Interessierte auch, wie und wo es mit Bäppi on Tour weitergeht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare