Nachbarschaftsinitiative NBO feiert

Fünf Jahre lang für die Nachbarschaft eingesetzt

Fünf Jahre NBO: Zur Feier schneiden die Mitglieder den Kuchen an. Foto: Nachbarschaftinitiative NBO/p

Bornheim (red) – Die Nachbarschaftsinitiative Nordend Bornheim Ostend (NBO) hat kürzlich ihren fünften Geburtstag in der Eichwaldstraße 71 gefeiert.

An dem Ort, an dem sich die Mitglieder immer montags um 18 Uhr treffen, um Mieter, die sich Sorgen um ihr Mietverhältnis machen, zu unterstützen. Da geht es um Häuserspekulation, Luxusmodernisierung, Eigenbedarfskündigungen, Entmietung und Milieuschutz. Aber auch Forderungen an die Politik und Wohnungsbaugesellschaften werden diskutiert, die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, oder Mietervereinen besprochen.

Zu wichtigen Meilensteinen ihrer Arbeit zählt die Gruppe, die von ihr 2015 initiierte „Frankfurter Erklärung“, die Begrenzung der Mieterhöhungen bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG sowie bei der Nassauischen Heimstätte. Auch die Einrichtung der städtischen Stabsstelle Mieterschutz im Januar 2019 kann auf eine langjährige Forderung der NBO zurückgeführt werden.

Im offiziellen Teil der Feier wurde in fünf kurzen Redebeiträgen die Grundidee der Initiative erläutert. Dabei ging Jürgen Ehlers auf die Hilfe zur Selbsthilfe ein: „Dabei geht es darum, aus Opfern Täter zu machen. Also Menschen zu ermutigen ihr Schicksal, nämlich existenziell von dem Verlust der Wohnung bedroht zu sein, nicht als Gottesurteil hinzunehmen, sondern sich dagegen zu wehren.“

Aktuell beschäftigt die NBO die Weiterentwicklung des Milieuschutzes. An der Hebelstraße 23 wird deutlich, dass die Abwendungserklärung, die die Stadt mit dem neuen Eigentümer abgeschlossen hat, nur unzureichend wirkt, solange deren Einhaltung weder kontrolliert, noch den Mietern, die geschützt werden sollen, offengelegt werden.

Der Fall der Grünen Straße 30 zeigt, dass Eigenbedarfskündigungen, die in ihrer Wirkung einer Umwandlung in eine Eigentumswohnung gleichkommt, auch entsprechend reguliert werden müssen. Michael Boedeker stellt fest: „2018 wurden allein aus dem Bestand 1030 Abgeschlossenheitserklärungen erteilt. Im Neubau waren es 2486 bei 3519 fertiggestellten Wohnungen. Das heißt, 70 Prozent aller neu fertiggestellten Wohnungen kommen als Eigentumswohnungen auf den Markt. Es wurden vergangenes Jahr gerade so viele Mietwohnungen neu gebaut, wie dem Markt Mietwohnungen durch Umwandlung entzogen wurden.“

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