Bilanz zum Jubiläum

Frühlingsfest auf dem Paul-Arnsberg-Platz

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Kinder der Uhlandschule spielen Flötenstücke zum Frühlingsfest auf dem Paul-Arnsberg-Platz.

Ostend (jf) – Es war zwar kalt, aber es regnete nicht. Wahrscheinlich sorgten die vielen mitgebrachten Schirme beim Frühlingsfest dafür, dass es keinen Niederschlag gab.

Der Paul-Arnsberg-Platz füllte sich, Stände wurden aufgeschlagen, Bänke aufgestellt, die Technik getestet. Barbara Conrad-Langner und Christiane Dubuque vom Nachbarschaftszentrum Ostend (NBZ) begrüßten die Anwesenden: „Vor mehr als zehn Jahren hatten wir uns überlegt, wie auf dem trostlosen Platz etwas Schönes geschaffen werden könnte“, sagte Dubuque. Seitdem hat sich einiges getan: Der dreieckige Platz, 2005 nach dem jüdischen Juristen, Journalisten, Schriftsteller und Historiker Paul Arnsberg benannt, bekam ein Denkmal. Ein Bücherschrank wurde aufgestellt, Bäume wurden gepflanzt, die sich inzwischen – dank guter Pflege – mit den umstehenden Häusern messen können. Ein drittes Mal wurde versucht, einen Wochenmarkt auf die Beine zu stellen. An Schachtischen kann man jetzt im Freien spielen.

Und nun fand das zehnte Frühlingsfest auf dem Platz statt (das erste 2009 war buchstäblich ins Wasser gefallen). Es erinnert auch an den jüdischen Feiertag Lag baOmer, schließlich hat das Ostend eine lange jüdische Tradition. Das Fest wird von der Jüdischen Gemeinde, die beispielsweise das Spielmobil für die Kinder finanziert, von der Budge-Stiftung mit Speisen und Spenden, vom Ortsbeirat 4 und von der benachbarten EZB gesponsert. Logistische Unterstützung leistete die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), die Ortsvereine der Awo und der SPD, Stage Pro und die Volkshochschule (Vhs).

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld dankte allen, die sich ehrenamtlich für den Platz engagieren und erinnerte an den Namensgeber Paul Arnsberg.

Seit Einzug der EZB im Ostend habe sich das Viertel verändert. „Wir wünschen uns jetzt, dass diese Veränderung ein Ende hat und die Bewohner bleiben und nicht weiter verdrängt werden“, sagte die Stadträtin. Veränderung erlebte auch das NBZ und zog von der Uhland- in die Waldschmidtstraße. Am neuen Standort ist es zu einem Mehrgenerationenhaus mit vielen unterschiedlichen Angeboten für alle geworden.

Renate Wolter-Brandecker sprach für die Stadtverordnetenversammlung. Sie verwies auf einen Vorläufer des Festes in der Weiherstraße. Und sie blickte in die Zukunft: Ab 12. August werden Kinder aus einkommensschwachen Familien kostenfrei in den Zoo gehen können.

Ortsvorsteher Hermann Steib ging auf Vorhaben im Ostend ein. So werde im Hafenpark ein Pumptrack, eine Skaterbahn für Kinder, entstehen. Neue Wegeverbindungen vom Grün-Gürtel zum Mainufer seien geplant. In der Sonnemannstraße wurde für die Sicherheit der Kinder auf einer Seite bereits eine Tempo-30-Zone eingerichtet, die andere Seite werde folgen.

Nach den Reden folgte ein Kulturprogramm, gestaltet von der Uhlandschule, der Helmholtzschule, dem Internationalen Familienzentrum und weiteren Organisationen und Vereinen.

Am Stand der Paul-Arnsberg-Platz-Initiative gab es grünen, dreieckigen Kuchen mit bunten Ornamenten. „So wünschen wir uns den Platz, grün und vielfarbig“, sagte Gudrun Schmidt von der Initiative. Anfang Juni werde man die Pläne, die aus dem Vhs-Kurs entstanden sind, der Öffentlichkeit vorstellen.

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