Da gibt‘s noch Redebedarf

Pestalozzischule: Lückenschluss und konkrete Messwerte fehlen

Zurzeit steht eine grüne Lärmschutzwand zwischen U-Bahn-Trasse und Schule. Foto: Faure
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Zurzeit steht eine grüne Lärmschutzwand zwischen U-Bahn-Trasse und Schule.

„Es war ein harter Kampf um die Lüftungsanlage für die Pestalozzischule“, sagte Rainer Frey, Sprecher der Bürgerinitiative Riederwald (BIR), beim Ortstermin vor der Schule.

Riederwald– Nun hat er es Schwarz auf Weiß: „Der Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage wird in den 14 Klassenzimmern oder sonstigen Unterrichtsräumen an der Süd- und Westfassade angeordnet“, heißt es in der Änderung des Planfeststellungsbeschlusses für den Ausbau der A 66 Teilabschnitt Tunnel Riederwald. Auch Lärmschutzfenster werden kommen – aber sie dürfen dem Denkmalschutz nicht zuwiderlaufen. „Für mich ist unverständlich, dass Denkmalschutz mehr zählt als gute Bildung in angemessenen Gebäuden“, ärgerte sich Angela Wolf, Vorsitzende des Schulelternbeirats. Bei der EZB sei der Denkmalschutz auch hinten an gestellt worden, die Großmarkthalle war ebenfalls ein denkmalgeschützter Elsaesser-Bau. Und ausgerechnet bei einer Schule wird mehr auf Denkmalschutz geachtet als auf die Gesundheit der Kinder?.

Frankfurt Riederwald: „Es muss noch eine Menge passieren“

Eine grüne rund sechs Meter hohe Lärmschutzwand wurde zwischen U-Bahn-Trasse und Schule errichtet. Sie diene jedoch nur als Schutz während der Arbeiten am Nordsammler, informierte Frey. „Doch die Kinder werden 28 Monate unter Lärm leiden, denn der gegenwärtig konzipierte Lärmschutz wird nicht ausreichen.“ Es sei nicht zumutbar, dass Lücken bleiben, beispielsweise breite sich Lärm auf den Bereichen vor der Schule, auf dem Schulhof und im Schulgarten aus.

Natürlich sei man mit der Stadt im Gespräch, habe einen guten Draht zum Bildungsdezernat. „Wir werden auch Jan Schneider, verantwortlich für Bau und Immobilien, einladen“, erklärte Frey. „Es muss noch eine Menge passieren. Im Sommer heizen sich die Klassenräume schnell auf, nicht einmal Gardinen dürfen angebracht werden. Das geht nicht“, ergänzte Wolf. Die Westseite habe keinen Sonnenschutz. Aber die Engagierte glaubt auch: „Mit Lüftungsanlage, Lärmschutz und Sonnenschutz wäre ein vernünftiger Unterricht für die 280 Grundschulkinder möglich.“

„Wir wollen konkrete Berechnungen haben, was an Lärm auf dem Schulhof ankommt. Und dann muss entsprechend reagiert werden“, unterstrich Frey. Die Stadt könne Einwendungen geltend machen – da werde die BI nicht locker lassen.

(jf)

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