Coronavirus

Schwere Zeiten: Lutherkirche leuchtet als Zeichen der Hoffnung

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Die Lutherkirche der Evangelischen Gemeinde in Frankfurt Nordend erstrahlt in den verschiedensten Farben nach dem Kirchengeläut um 18 Uhr.

In den gegenwärtigen schweren Zeiten ganz im Zeichen des Coronavirus' will die Lutherkirche im Frankfurter Nordend ein Zeichen der Hoffnung setzen - und zum Nachdenken anregen.

Nordend - Die Lutherkirche im Frankfurter Stadtteil Nordend leuchtet an diesen Tagen nach dem allabendlichen Kirchengeläut um 18 Uhr in langsam wechselnden Farben in den Abend und in den Stadtteil hinein. Dies verleitet den vorbeigehenden Betrachter am Martin-Luther-Platz so durchaus zum genaueren Hinschauen, zum Innehalten und vielleicht auch ein wenig zum Nachdenken oder Meditieren.

Was eigentlich als temporärer Beitrag zur diesjährigen Biennale der Lichtkultur in Frankfurt und Offenbach gedacht war bekommt nach der Absage der Luminale 2020 wegen der Corona-Krise nun wegen der besonderen Ausnahmesituation dieser Tage eine ganz unfreiwillige neue Bedeutung. 

Frankfurt Nordend: Projekt „schaut hin“ an der Lutherkirche

"schaut hin" lautet der Projekttitel der LED-Lichtinszenierung von Christian Schwarz für die Evangelische Luthergemeinde an der Glasfassade des Gemeindezentrum Lutherkirche mit den markanten, gebäudehohen Meistermann-Textildrucken. Diese erinnern gleichzeitig an die im Inneren der Kirche befindlichen bunten Glasfenster des Glaskünstlers Prof. Georg Meistermann (1911 - 1990) aus den Fünfzigerjahren sowie an die bunten Farben, die diese am Tag in den Kirchenraum der Lutherkirche werfen.

In den gegenwärtigen schweren Zeiten ganz im Zeichen des Coronavirus' will die Lutherkirche im Frankfurter Nordend ein Zeichen der Hoffnung setzen - und zum Nachdenken anregen.

In der gegenwärtig schwierigen Zeit kann die im Farbspektrum des Regenbogens wechselnde Hinterleuchtung der Fenster rund um das Portal der Lutherkirche auch als ein Zeichen der Hoffnung, als Aufforderung zum Hinsehen und zum Hineingehen verstanden werden. „Auch wenn kulturelle wie kirchliche Veranstaltungen bis über das so bedeutsame Osterfest hinaus leider abgesagt werden müssen, so ist in dieser schwierigen, anderen Zeit das Zusammenrücken in der geistigen Haltung und der gemeinsame Glaube ein wertvoller Halt für die Menschen“, so die Evangelische Gemeinde.

Frankfurt Nordend: Lutherkirche will ein Zeichen der Hoffnung setzen

Das Lichtkunstprojekt "schaut hin" im Stadtteil Nordend versteht sich damit als eine Botschaft der Hoffnung und weist darauf hin, dass die Luthergemeinde am Martin-Luther-Platz als offene Kirche im Stadtteil weiterhin für die Menschen da ist, weiterhin vielfältig und vielfarbig als Gemeinde lebt.

Die Lutherkirche dient dabei für jeden Einzelnen als Ort der Besinnung, Ruhe und Einkehr und ist weiterhin täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet solange dies die allgemeinen Umstände zulassen. Nachdem die Gemeinde aufgrund des Coronavirus‘ bis Ende April sämtliche Gottesdienste und Andachten ausfallen lassen mussen9, werden die Glocken der Kirche weiterläuten. Sogar einmal mehr als bisher, nämlich zusätzlich vormittags um 9 Uhr. 

Weitere Informationen bezüglich der Kirchenöffnung, der Veranstaltungen und der Gemeinde gibt es auf der Homepage der Evangelischen Luthergemeinde Frankfurt. 

(red)

Erst 2019 ist das goldene Kreuz der Lutherkirche im Frankfurter Nordend wieder da gewesen. Rechtzeitig zu Ostern ist das über sechs Meter hohe Wahrzeichen ins Nordend zurückgekehrt.

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