Tag der offenen Tür der Tur ngemeinde Bornheim mit Stargast Alexander Meier

„In Frankfurt war ich glücklich“

Alex Meier (von links), TGB-Vorsitzender Peter Völker und Moderator Daniel Fischer posieren für ein Bild. F: Faure

Bornheim (jf) – Erst eine Woche vor dem Tag der offenen Tür der TG Bornheim war klar, dass Alexander Meier kommen würde. Deshalb stand der Stargast nicht auf den Plakaten und Flyern. Aber es hat geklappt, und der Andrang im Fitnessstudio an der Inheidener Straße war groß.

Die Fans hatten Plakate mitgebracht, einer sogar einen Pappkameraden des Fußballers, der 14 Jahre bei Eintracht Frankfurt gespielt hatte. Viele waren in Eintracht-Trikots mit der Nummer 14 gekommen.

„Wie ist es, wieder in Frankfurt zu sein?“, begann Moderator Daniel Fischer das Interview. „Es ist so, wie nach Hause zu kommen. Ich hatte in Frankfurt die schönste Zeit meines Lebens“, antwortete Alexander Meier. „Sie wissen schon, dass Sie bei der TG Bornheim etwa 29.000 Fans haben“, sagte der Erste Vorsitzende des Vereins Peter Völker, „kommen Sie mit der Bezeichnung ‚Fußballgott’ klar?“ „Am Anfang fand ich das ein bisschen übertrieben, dann habe ich mich daran gewöhnt. Aber einfach Alex geht auch als Ansprache“, antwortete Meier, der im Sommer nach einer halben Saison den FC St. Pauli einvernehmlich verlassen hat.

Als die Eintracht 2018 Pokalsieger wurde, saß er verletzungsbedingt auf der Tribüne. Und gehörte natürlich zur Pokalsiegermannschaft.

„Hat man mit 36 Jahren noch Bock auf Fußball?“, fragte Fischer. „Es muss passen. Wenn ich ein spannendes Angebot bekomme, bin ich dabei“, antwortete Meier. Er hatte im Sommer seinen ehemaligen Vereinskameraden Oka Nikolov besucht, derzeit Trainer von Philadelphia Union in den USA. Man habe sich gut verstanden. „Muss man sich nicht fit halten, auch wenn man nicht mehr aktiv ist?“, wollte der Moderator wissen. „Man muss und kann sich fit halten, aber Profis trainieren anders. Bei St. Pauli habe ich einen Monat gebraucht, um wieder voll mitzuspielen“, schätzte Meier ein.

Am 5. Mai 2018, dem 33. Spieltag der Bundesliga, schoss der Fußballgott in der 91. Minute sein letztes Tor für die Eintracht – ein perfekter letzter Einsatz für seinen Verein. „Das war schon etwas Besonderes, es war schön und traurig zugleich“, kommentierte Meier. Dass sein Vertrag nicht mehr verlängert wurde, hat ihn enttäuscht. „Aber ich bin auf niemanden böse, es blieb kein Stachel zurück“, fügte der ehemalige Profi hinzu, der inzwischen einen Vertrag mit der Eintracht für eine Funktion nach der Spielerkarriere hat.

„Im Fußball gibt es Stars, im Sportverein sind alle Stars – das ist wohl der Unterschied zwischen Profi- und Breitensport“, schlussfolgerte Völker. Ob sich Meier nicht vielleicht für den FSV Frankfurt interessiere, fragte der Vereinsvorsitzende. Meier wisse ja, wie Aufstieg geht. Doch der Ex-Profi ließ sich nicht aus der Reserve locken.

Zum Eintracht-Publikum bemerkte Meier: „Es heißt nicht umsonst ‚der zwölfte Mann’. Wie die Leute die SGE durch die Europa League getragen haben, war schon der Wahnsinn.“ Meier wird das Spiel am 19. September gegen Arsenal am Bildschirm verfolgen, gibt seiner Eintracht eine Siegchance. Zudem stehe noch ein Abschiedsspiel aus.

Alex Meier hatte nach dem Gespräch viele Autogrammkarten zu signieren. Und kickte später mit den begeisterten Kindern sogar noch ein paar Minuten auf dem Fun Court auf dem Dach des Sportcenters.

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