„Steh auf und geh!“

Weltgebetstag der Frauen gestaltet von Frauen aus Simbabwe

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Die Mitglieder der St. Josef-Gemeinde haben zum Gottesdienst bunte Tücher vor den Altar gelegt.

Der ökumenische Gottesdienst zum Weltgebetstag in St. Josef hat Simbabwe in vielfältiger Weise bekannt gemacht.

Bornheim – Simbabwe ist so groß wie Deutschland und Belgien zusammen und ist erst im Jahr 1980 unabhängig geworden. Bis dahin war es über 100 Jahre lang britische Kolonie. Simbabwe grenzt an Südafrika, Mosambik, Sambia und Botswana. Einst war Simbabwe die Kornkammer im südlichen Afrika. Wo genug Regen fällt, ist das Land sehr fruchtbar. Zur Zeit herrsche eine große Dürre, eine Hungersnot sei zu befürchten,

denn Korruption und Misswirtschaft haben das Land in den Ruin getrieben. Allein gegenüber Deutschland habe Simbabwe 730 Millionen Euro Schulden. Die medizinische Versorgung sei sehr mangelhaft.

Die meisten Simbabwer lebten auf dem Land als Selbstversorger. Die Landbevölkerung sei sehr arm. In drei Briefen, die Frauen aus Simbabwe der Gemeinde geschrieben haben, schildern sie ihre Situation und die ihres Landes. Sie nehmen jedoch die Aufforderung Jesu: „Steh auf. Nimm deine Matte und geh!“ sehr ernst in persönlicher und politischer Hinsicht. Sie bekennen: „Wie haben viele Ausreden, um Veränderungen zu umgehen.“

Frankfurt Bornheim: Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag

Die Tücher auf den Altarstufen in St. Josef in den Farben weiß, rot, gelb und grün sollen bedeuten: „Suche nach Frieden – Zeichen der Liebe – Versöhnung

– Weltgebetstag.“ Simbabwe ist ein christliches Land, in dem der Weltgebetstag schon lange gefeiert wird.

Die Kollekte aus den Gottesdiensten am Weltgebetstag kommt weltweit über 100 Projekten zugute – in Simbabwe der Partnerorganisation „Envision Zimbabwe Womens Trust“, die sich für Konfliktlösung und eine von Frauen getragene Entwicklung einsetzt.

Nach dem Gottesdienst, der vor allem auch durch die beschwingten Lieder geprägt war, die von Udo Lorenz musikalisch begleitet wurden, war für alle ein Buffet mit Speisen aus Simbabwe gerichtet. Das bot einen schönen Ausklang bei lebhaften Gesprächen.

(red)

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