Kreisläufe des Waldes

Bildungsprogramm „Grüngürtel“ vorgestellt: Kinder der Kirchnerschule entdecken und lernen

Kirsten Reichelt-Färber (von links), Sylvia Weber, Stefan Röttele (Pressesprecher FES) und Martin Beer und die Kinder der Klasse 2 d. Fotos: Mohr
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Kirsten Reichelt-Färber (von links), Sylvia Weber, Stefan Röttele (Pressesprecher FES) und Martin Beer und die Kinder der Klasse 2 d.

Es war ein nasskalter Tag, an dem sich die Klasse 2d der Kirchnerschule auf den Weg in die Grüngürtel-Waldschule in der Oberschweinstiege machte.

Bornheim/Sachsenhausen – Für sie begann an diesem Tag ein Lernprogramm, das ihnen Einblicke in die Kreisläufe des Waldes, von der Zersetzung des Laubes bis zur Herstellung von Holzkohle geben soll.

Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung der Stadt Frankfurt, präsentierte den Gästen aber zuvor das neue städtische Bildungsprogramm „Entdecken, Forschen und Lernen im Frankfurter Grüngürtel“. „1991 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, bestimmte Freiflächen rund um die Kernstadt als Lernort für nachkommende Generationen zu sichern“, sagte die Dezernentin zu Sinn und Zweck der geschützten Areale. „Über 6000 Kinder und Jugendliche haben 2019 den Grüngürtel als grünes Klassenzimmer genutzt und damit auch einen Raum für Lern-Erlebnisse gefunden. Respekt und ein gelernter Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen ist das zentrale Anliegen dieser Bildungsprogramme“, sagte Weber über das Programm.

Bornheim/Sachsenhausen: Bildungsprogramm „Grüngürtel“ vorgestellt

Mittlerweile gibt es im Grüngürtel der Stadt sechs Lernwerkstätten, an denen Frankfurter Kinder und Jugendliche entdecken, forschen und lernen können. Das Programm umfasst über 90 Veranstaltungs-Angebote mit unterschiedlichsten Lernergebnissen, sowohl in der Nidda-Aue, im Frankfurter Stadtwald als auch auf dem Heiligenstock. Die Projektleiterin Kirsten Reichelt-Färber von „Umweltlernen in Frankfurt“ hofft, dass die Kinder mit ihrem neuen Wissen auch ihre Eltern von einem bewussten Umgang mit Ressourcen, Recycling und Klimaschutz überzeugen werden.

Dezernentin Sylvia Weber im Kreis der Klasse 2d der Kirchnerschule. Fotos: Mohr

Die Kinder der 2d aus der Kirchnerschule hatten schon den ganzen Tag mit ihrem Lehrer Martin Beer im Wald verbracht. Einige von ihnen kannten den Wald bislang nur aus dem Schulunterricht. Aber das Interesse an der Natur war bei allen Kindern sichtbar. Ihnen wurde erklärt, wie Bäume aufgebaut sind, was sie mit Energie zutun haben und was mit den abfallenden Blättern passiert. Den pädagogischen Teil übernahm Dezernentin Sylvia Weber. Sie wollte wissen, was die Kinder an diesem Tag alles gesehen und gelernt hatten. Die Antworten zeigten, dass die Kinder gut aufgepasst haben. Sie erklärten wie Bäume die Energie der Sonne nutzen, dass der Baum Treibhausgase aus der Luft bindet und damit Sauerstoff zum Atmen erzeugt. Sie wussten auch, dass Laubzersetzung neue Erde hervorbringt und Nährstoffquelle für neues Wachstum sein kann. Sie haben Feuer gemacht, Holz verbrannt und Kohle hergestellt, mit der sie zum Abschluss Bilder gemalt hatten.

Das Projekt „Bildungsraum Grüngürtel“ entstand in den Dezernaten Bildung und Frauen sowie Umwelt und Gesundheit mit dem Umwelt-, Stadtschul-, Grünflächenamt und dem Vereins Umweltlernen.

(zmo)

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