Eigene Butter geschlagen

UAS-Studenten stellen ihr Projekt „Rahmenglück“ vor

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Das Projektteam „Rahmenglück“ der Frankfurt UAS bei der Präsentation seiner Ergebnisse.

Nordend (red) – Warum schmeckt die Butter nicht mehr wie früher? Dieser Frage sind 14 Studenten des Bachelor-Studiengangs Bioverfahrenstechnik der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) bei einer Projektarbeit nachgegangen, deren Ergebnisse sie kürzlich präsentierten.

Die Studenten – alle im fünften Semester – stellten für ihr Projekt „Rahmenglück“ nicht nur Butter selbst her, sondern entwarfen eine Verpackung samt Logo und dem Werbeslogan „Bei uns ist die Butter zuhause“. Außer mit Produktion und Marketing befassten sie sich mit rechtlichen und finanziellen Aspekten, Verfahrenstechniken, Lebensmittel, Markt- und Kostenanalysen sowie Tier- und Umweltschutz. „Im Vordergrund stand der Erwerb von Schlüsselqualifikationen getreu der Devise ,learning by doing´“, sagte Professor Lothar Billmann vom Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften, der die Studenten betreute.

Bis aus 1,5 Litern Rahm 600 Gramm Butter wurden, experimentierte die Gruppe mit verschiedenen Rohstoffen von Rohmilch über Schlagsahne bis zu Demeter-Rahm, mit Milchsäurebakterien und Säureweckern. Etwa eine Stunde musste der Rahm im Holzfass mit Verbutterungszylinder geschlagen und die so entstandene Butter ausgeknetet werden. Es folgte die Analyse der fertigen Butter auf ihren Gehalt an Wasser, Säure, Fett und Protein. Schließlich wurde sie 70 Testpersonen zur Verkostung angeboten. Deren Urteil: Handelsübliche Sauerrahmbutter schmeckt deutlich anders als „Rahmenglück“, die Mehrheit der Testpersonen würde das im traditionellen Fass gestampfte Produkt bevorzugen.

Das Fazit der Studenten: Nicht nur die Herstellungsart, sondern auch die Rinderhaltung und -fütterung beeinflussen deutlich den Rohstoff Milch und somit den Geschmack der Butter. Zudem unterscheiden sich die Geschmacksempfindungen und die Vorlieben der Verbraucher sehr stark.

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