Darbietungen auf vier Saiten

Talente zeigen bei Preisträgerkonzert ihr Können

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Die neun- bis 18-jährigen Schüler stellten sich dem Schülerwettbewerb und präsentierten vor Publikum ihr Können.

Ostend (sh) – Nicht nur mit sauberer Technik, auch mit Anmut und Spielfreude, zogen 14 Schüler aus dem Rhein-Main-Gebiet beim Preisträgerkonzert das Publikum in Dr. Hoch’s Konservatorium in ihren Bann.

Zum vierten Mal hatte die Hermann und Dr. Irmgard Neumann Stiftung unter der Trägerschaft der Dr. Wolfgang und Sigrid Berner Stiftung mit dem Schulischen Zentrum zur Förderung musikalisch Begabter zum Schülerwettbewerb aufgerufen. In diesem Jahr waren nach Bläsern und Zupfinstrumenten zum zweiten Mal die Spieler von Streichinstrumenten aufgefordert, sich beim Wettbewerb anzumelden. „Das Ziel des Wettbewerbs, möglichst viele musikalisch Begabte zu erreichen, hat sich erfüllt. Und auch das Niveau der Beiträge hat sich weiterentwickelt“, sagte Stefan Langsdorf, Schulleiter der Musterschule, die Kooperationspartner des Wettbewerbs ist. Entsprechend schwer hatten es die Juroren bei ihren Entscheidungen. Da war es gut, dass die Stiftung die Preise noch einmal aufgestockt hatte und beispielsweise in der Altersgruppe D (Oberstufenschüler) vier Mal ein dritter Platz vergeben wurde. Die ersten drei Plätze der jeweiligen Altersgruppen von A bis D (von Grundschülern bis Oberstufenschülern) freuten sich über ein Jahres-, beziehungsweise Halbjahresstipendium sowie Gutscheine für Noten.

Was die Zuhörer beim Preisträgerkonzert geboten bekamen, war ein musikalischer Hochgenuss. Bereits die erst neun Jahre alten Teilnehmer wagten sich an flinke Kompositionen mit vielen Läufen. Je älter die Teilnehmer, desto atemberaubender wurden die Darbietungen. So lud die 16-jährige Alisa Gartner von der Freien Waldorfschule Frankfurt zu einer furiosen Achterbahnfahrt über die Violinsaiten bei Witold Lutoslawskis „Subito“ ein, während Pauline Hoffmann, ebenfalls 16 Jahre, vom Lichtenberg-Oberstaufengymnasium in Bruchköbel ganz in Maurice Ravels „Tzigane“ aufging.

Zwei erste Plätze gab es in der Altersgruppe D: Die 17-jährige Aki Endo ließ mit viel Grazie und Fingerspitzengefühl Beethovens „Romanze“ erklingen. Thomas Walter, der einzige männliche Teilnehmer und neben Anemone Hoffmann der zweite Cellist, brachte Niccolò Paganinis „Variationen auf einer Saite über ein Thema von Rossini“ in Perfektion zu Gehör. Die Frage, die sich viele Zuhörer stellten: Wie lässt sich das noch steigern?

Moderator Thomas Spahn, Musiklehrer an der Musterschule und Jurymitglied, dankte dem Einsatz aller, die Beiträge zum Schülerwettbewerb geleistet hatten. Ein großes Dankeschön ging an Karen Tanaka von Dr. Hoch’s Konservatorium, die die meisten Teilnehmer am Klavier begleitete. Damit sich die jungen Musiker miteinander in Kontakt bleiben können, hat die Stiftung die Fellow-Gruppe gegründet. Einen Wermutstropfen hatte die Veranstaltung: Irmgard Neumann von der Hermann und Dr. Irmgard Neumann Stiftung verstarb im vergangenen Jahr. „Sie hätte das Konzert gerne miterlebt. Sie hat stets mit den Teilnehmern mitgefiebert und ihnen die Daumen gedrückt“, sagte Walter Rau vom Stiftungsvorstand.

Im Einzelnen haben gewonnen: Sefanit Dias da Silva, Sarah Scholz Papazoglou, Sophia Szymanski (Gruppe A), Hanna Jünemann, Loana Sophie Lilith Latta, Annika Kaufmann (Gruppe B), Sophia Wöhl (konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht spielen), Marlene Böhm (Gruppe C), Alisa Gartner, Anemone Hoffmann, Michelle Kolesnikov, Hyowon Shin, Pauline Hoffmann, Aki Endo und Thomas Walter (Gruppe D).

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