Bernemer Kleinkunst-Bühne startet ins neue Jahr

Buntes Programm in Bornheim

„HerzTerz“ in Aktion auf der Bernemer Kleinkunst-Bühne. Foto: Schneider

Bornheim (zjs) – Sein Name ist zum Glück nicht Programm: Kai Ahnung ist Moderator, Logistiker, Bühnenaufräumer und eigentlich Mädchen für alles und hatte am Sonntag das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt wieder in eine Bühne verwandelt.

Viele Gäste waren in die Große Spillingsgasse 24 zur ersten Bernemer Kleinkunst-Bühne des Jahres gekommen. Der Start ist musikalisch und Dieter Pohl hat mit Gitarrenbegleitung von Philipp Breitschädel chansonartige Lieder im Gepäck. Recht melancholisch mit „Du musst das Leben nicht verstehen“ und auch im Stück „Heimweh“ erzählt der Mönchengladbacher Musiker von den Zeiten am Niederrhein, obwohl er sich in Frankfurt sehr wohl fühle.

Nach dem Auftritt von Magier Harry Keaton aus Offenbach schütteln die Menschen im Publikum nur die Köpfe. Viele fragen sich: Wie macht er das? „The Magic of Brain“ ist sein Programm betitelt. Dazu interagiert er mit den Zuschauern. Es beginnt ganz locker mit einem Seil, das er auseinandernimmt und nach Belieben direkt vor den Augen der Besucher wieder zusammensetzt. Dann sucht er sich Helfer aus dem Publikum und lässt sie aus einem Stapel Bücher ein Exemplar aussuchen. Im Anschluss wird eine beliebige Seite aufgeschlagen und der Magic Man beschreibt, welcher Textinhalt sich auf der Seite befindet. Unerklärlich und mysteriös, tatsächlich, und das nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch bei den gesammelten Werken von William Shakespeare.

Harry Keaton fragt beliebige Daten von den Zuschauern ab und liefert dazu den passenden Wochentag oder erzählt von Ereignissen, die exakt 100 Jahre zuvor die Weltöffentlichkeit erregten.

Musik hat viele Gesichter, das beweisen „HerzTerz“, ein Damenduo bestehend aus einer Mezzosopranistin und einer Pianistin, Anja Komarnicki und Hannah Lutz, die seit 2011 gemeinsam auf der Bühne stehen. Ihr Auftritt gefällt und wird mit viel Applaus bedacht, genauso wie die Künstler, die nach einer kurzen Pause ihren Auftritt haben: Der A-cappella-Chor „4vor8“ mit Schlagermelodien und Oldies und Hubert Pfeifer, er liest aus „Struwwelpeter reloaded“.

Der Eintritt war wie immer kostenfrei, doch bat Impresario Kai Ahnung gleich zu Beginn um milde Gaben beim Verlassen, denn die Technik und Künstler benötigen ebenso Geld, wie die Renovierung der Johanniskirche.

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