Feierlichkeiten der Interkulturellen Bühne auf September verlegt

Bornheimer Kulturinstitution wird 25 Jahre alt

Das Führungstrio der IKB (von links): Nico Strauch, Anette Quentel und Yusuf Kilic. Foto: Schneider

Bornheim (zjs) – In der Straße Alt Bornheim nahe der Johanniskirche hat die Interkulturelle Bühne (IKB) ihren Sitz – und das seit bereits 25 Jahren.

Ein Grund zum Feiern, keine Frage, doch Theatergründer Yusuf Kilic und sein Team haben sich entschieden, die Feierlichkeiten in die zweite Jahreshälfte zu verlegen, da durch die Krise alle Kultureinrichtungen vorerst geschlossen waren.

Am 26. September soll das Spektakel im öffentlichen Raum starten, und zwar in der U-Bahn. „In einer Sternfahrt werden die Bahnen pantomimisch bespielt und wir treffen uns alle am Römer“, erklärt der Leiter der IKB. Damit soll auf die historische Entwicklung an den verschiedenen Standorten des Theaters von Bockenheim, Sachsenhausen und dem Gallusviertel aufmerksam gemacht werden, bis man den heutigen Standort in Bornheim gefunden hatte.

Am Römer vor dem Rathaus treffen sich dann alle Beteiligten gegen 17 Uhr zu einem Happening, dessen Inhalt aber noch streng geheim ist. Weiter gefeiert wird dann in Bornheim mit Karaoke, leckeren Speisen und Getränken, denn „die Gäste sollen sich wie zu Hause fühlen“.

1995 wurde die IKB gegründet mit dem Ziel, Begegnungen und den kulturellen Austausch mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zu ermöglichen. Ein harmonisches Zusammenleben ist aber nur durch den Dialog machbar und den möchte die IKB anstoßen. Das gelingt ihr nun seit vielen Jahren mit internationalen Künstlern und in verschiedenen Sprachen und aus dieser Idee wurde das Projekt der „days of respect“ gegründet, vier Wochen interkulturelle Kunst- und Kulturveranstaltungen.

Pro Jahr finden in Bornheim rund 100 Veranstaltungen und acht Premieren in der IKB statt und Yusuf Kilic ist bis heute stolz darauf, dies alles ohne finanzielle Unterstützung geschafft zu haben. Seit zwei Jahren erhält das Theater 1200 Euro pro Monat von der Stadt als eine Art „Anerkennungsbonus“.

Das Publikum ist offen für Improvisationstheater, Konzerte, Kabarett und Gastspiele und macht auch gerne bei einer orientalischen Nacht mit, denn gerade der Austausch zwischen Künstlern und Publikum hat in der IKB einen hohen Stellenwert. Die gemütliche Bar im Eingangsbereich der IKB lädt förmlich zum kommunikativen Austausch ein. Deswegen gilt es dort als völlig normal, sich bei Aktionen jeglicher Art einzubringen. Im September stehen neben den Jubiläumsfeierlichkeiten zwei Premieren auf dem Plan: Am 11. kommen die Zwanzigerjahre zurück in „Homeless“ und am 25. steppt „Der Bär“ von Anton Tschechow. Weitere Infos unter www.interkulturelle-buehne.de.

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