Talk, Tanz, Prominente und viele Selfies

Gut besuchter Tag der offenen Tür bei der Turngemeinde Bornheim

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Motsi Mabuse (von links), Peter Völker und Detlef Soost beim Tag der offenen Tür der TG Bornheim. 

Schon draußen an den drei Sportcentern der TG Bornheim war Action: Wer wollte, konnte mit Fachkundigen die Kletterwand ausprobieren. In vielen Räumen gab es Mitmachaktionen.

Bornheim– Der Tag der offenen Tür begann mit einem Special, das Detlef Soost leitete. Anschließend stand Motsi Mabuse auf der Bühne und übte Schritte mit begeisterten Fans. Danach kamen die beiden Künstler zur Talkrunde mit dem TG-Vorsitzenden Peter Völker ins Fitness-Studio.

Mabuse war in der Nacht aus Köln zurückgekommen, dort trat sie live als Jurorin bei der zweiten Folge der 13. Staffel von „Let‘s Dance“ auf.

Völker fand das Kleid, das Mabuse bei der Show angehabt hatte, toll. Kann sie das eigentlich behalten? „Manchmal darf man ein Kleid behalten, nicht immer“, antwortete die Startänzerin. Sie mag die Show, aber einmal in der Woche reiche. Zwischendurch kümmere sie sich um ihre kleine Tochter und ihre Tanzschule in Eschborn.

Bornheim: Gut besuchter Tag der offenen Tür bei der Turngemeinde

Völker stellte seine Gäste kurz vor. Die 1981 in Südafrika geborene Motsi Mabuse begann nach der Highschool ein Jurastudium in Pretoria. Mit 18 Jahren kam sie nach Deutschland. „Ich habe als kleines Mädchen angefangen zu tanzen und nie wieder aufgehört“, sagte sie.

Detlef Soost war zwölf und lebte in einem Ostberliner Kinderheim. Spät nachts gab es 1982 eine Sendung, die alle unbedingt sehen wollten: Michael Jackson trat auf. „Danach wollte ich der Michael Jackson der DDR werden“, sagte Soost. „Also Jungs, kommt in die Tanzschule!“, mischte sich Mabuse dazwischen. Soost ergänzte: „Stimmt. Ein cooler Move bringt mehr, als mit einem Fußball unter dem Arm vor den Mädchen zu stehen.“

„Warum habt ihr so viel Erfolg?“, erkundigte sich Völker. „Mein Motto ist: Hart arbeiten, nicht aufgeben. Beim ersten Turnier war ich 38, nach neun Jahren und 30 weiteren Turnieren Meisterin. Und man möchte, dass es bleibt“, sagte Mabuse. „Der Erfolg von heute ist morgen schon vergessen. Deshalb muss man jeden Tag Vollgas geben“, urteilte Soost. Von 2001 bis 2012 war er in der Jury von „Popstars“, brachte die „No Angels“ als Coach zusammen. „Manche denken, sie können nach dem ersten Erfolg chillen. Doch man merkt schnell, ob jemand noch da oder von der Bildfläche verschwunden ist“, sagte Soost.

„Gab es denn neben vielen Erfolgen bei euch auch Sachen, die nicht gelungen sind?“, wollte Völker wissen. „Ich habe mich zweimal aufs Eis gelegt, das war mit zwei künstlichen Hüften nicht so toll“, gab Soost zu. „Ich wollte Skifahren lernen, aber das war hoffnungslos“, gestand Mabuse.

Bornheim: Ernste Themen werden angesprochen beim Tag der offenen Tür

Völker sprach ein ernstes Thema an: Das schreckliche Geschehen in Hanau bedrücke die Menschen. Was sagen die beiden farbigen Künstler dazu? „Apartheid war in meiner Kindheit Alltag in Südafrika. In Deutschland nehmen rassistische Stimmen zu. Es sind zwar nur wenige, aber die sind laut. Deshalb müssen wir lauter sein. Ich möchte nicht, dass meine Tochter irgendwann einmal denkt, sie müsse fort aus Deutschland. Deshalb werde ich meine Klappe nicht halten“, sagte Mabuse mit Tränen in den Augen. An dieser Stelle applaudierten alle Zuhörer der Talkrunde.

Anschließend wurden Fragen beantwortet, Autogramme geschrieben und Selfies gemacht. Ein junger Mann fragte Soost: „Kannst du mir noch mal die Bodywave zeigen?“ „Klar, komm dann einfach rüber zum zweiten Special“, sagte Soost. Später übten beide gemeinsam auf der Bühne, bis es funktionierte.

Für die Kinder traten Prinzessin Anna, Schneemann Olaf und die Eiskönigin Elsa auf – das „Frozen-Squad“ war ein weiteres Mal erfolgreich zu Gast bei der TG Bornheim. Und der Tag der offenen Tür erneut eine gelungene Präsentation des Vereins.

(jf) 

Währenddessen gibt es noch Redebedarf an der Pestalozzischule: Es geht um die Lüftungsanlage für die Schule.

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