Main-Äppel-Haus zieht tausende große und kleine Gäste an

Besucheransturm auf dem Lohrberg beim Äppelfest

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Die Besucher genießen frischen Süßen und einen Imbiss an den Bierbänken. 

Seckbach (jf) – Das Gewusel auf dem Areal des Main-Äppel-Hauses war beim Äppelfest am Wochenende gewaltig. „So viele Besucher hatten wir noch nie! Schätzungsweise sind 6000 bis 7000 Menschen gekommen.

Das beste Geschäft hat wohl der Eisverkäufer gemacht“, sagte der Erste Vorsitzende des Streuobstzentrums, Gerhard Weinrich. Er freute sich besonders über die vielen Familien mit Kindern: „Ich bin sehr zufrieden“, sagte er. Denn schließlich geht es um frühe Erfahrungen und Nachhaltigkeit.

Obwohl es mit den rund 30 Ständen krankheitsbedingt ein paar weniger waren, als im Vorjahr, tat das dem Fest keinen Abbruch. Im Grunde genommen sind alle Anbieter Stammkunden: „Wer einmal die Atmosphäre auf dem Lohrberg erlebt hat, kommt immer wieder“, weiß der Experte. Rund 50 Ehrenamtliche halfen beim Fest – ohne sie wäre so eine Veranstaltung nicht zu stemmen. Auch zwei junge Männer, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, machten mit.

Im Laufe der Jahre hat sich das Main-Äppel-Haus einen festen Platz in der Region erworben. Es kooperiert mit Spessart Regional zum Äppelfest und schon traditionell mit der Kulturgruppe TV Seckbach.

Annabelle zieht ihre eigenen, bunten Kerzen.

Bereits am Samstag standen Kräuterführungen für Kinder auf dem Programm. „Die waren schnell ausgebucht. Es hat sich herumgesprochen, was wir alles für Kinder und Jugendliche anbieten, wer sich beteiligen will, muss sich schnell anmelden“, sagte Weinrich. Das gilt auch für die rund 20 Veranstaltungen, die es in diesem Jahr noch geben wird. Weinrich sieht, dass junge Leute verstärkt Interesse am eigenen Garten haben, Streuobstwiesen gefragt sind. „Die Warteliste ist lang. Wir haben aber zu wenige Grundstücke, die wir bearbeiten können.“ 

Wer sich also mit der eigenen Obstwiese überfordert fühlt, sollte sich beim Streuobstzentrum melden. Er bleibt selbstverständlich Eigentümer, bekommt aber bei der Bewirtschaftung Hilfe. Damit haben beide Seiten etwas davon. Das Zentrum ist mitten in der Apfelernte: „Der erste Süße ist hervorragend“, bewertete Weinrich. Dementsprechend schnell war der frisch Gepresste ausverkauft. Doch das Pressen mit einer mobilen Kelterei, die das Streuobstzentrum künftig erwerben möchte, geht weiter. Und dann werden wohl auch wieder leckere Apfelsecco-Spezialitäten angeboten.

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