Indisches Kulturfestival  mit Tanz, Tattoos und kulinarischen Köstlichkeiten

Asha liegt Bildung in Indie n am Herzen

Garima Tiwari (links) z eichnet eine Henna-Tattoo auf die Hand von Avni. Fotos: Faure

Bornheim (jf) – Wunderschön sieht Supritha Rao in ihrem Kleid in Rot, Grün und viel Gold aus, anmutig bewegt sie sich im Tanz. Rao bringt an diesem Nachmittag ein Stück Indien nach Bornheim, sie tritt beim Indischen Kulturfestival auf, das seit einiger Zeit jährlich stattfindet.

Für zwölf Euro kann man typisch indische Gerichte wie Dahi Vada, Samosas, Kartoffel-Erbsen-Curry, Channa Masala, Dal Makhani, Kheer, Carrot Halwa und Aloo Bhel probieren. Und das Mango Lassi erfrischt herrlich an diesem heißen Tag.

Bildung ist in Deutschland selbstverständlich. In Indien ist das anders: „Vor allem Kinder von Wanderarbeitern und aus Slums haben es schwer, eine gute Schulbildung zu finden. Unser Concern For Humanity kümmert sich um solche Kinder und fördert eine entsprechende Grundbildung“, erklärt Kasturi Dadhe vom seit 28 Jahren weltweit bestehenden indischen Bildungsverein Asha. Dieses Projekt ist eins von mehr als 200 in Indien. Die Gruppe in Frankfurt gibt es seit 2008. Asha, das Wort bedeutet Hoffnung, sammelt Spenden – auch an diesem Nachmittag beim Indischen Kulturfestival im Saal von Sankt Josef. Der 2005 gegründete fair-ein kooperiert mit Asha. „Wir haben uns über den Weltladen kennengelernt und laden zu Informationsveranstaltungen ein, um entwicklungspolitische Zusammenhänge und die globale Nord-Süd-Problematik zu erläutern und für eine gerechtere Weltwirtschaft zu sensibilisieren“, erläutert Harald Hütter, Vorsitzender des fair-eins.

Eine Fotowand informiert über ausgewählte Asha-Projekte. Daneben hängen zwei T-Shirts: Sie tragen auf der Vorderseite den Aufdruck „I run. They dream.“ und auf der Rückseite „Asha. Train. Run. Educate“ und weisen auf den Frankfurt Marathon 2019 im Oktober hin. Das Team Asha Frankfurt wird sich wieder mit rund 100 Läufern beteiligen und so Spenden sammeln.

Gleich am Tisch nebenan zaubert Garima Tiwari Henna-Tattoos auf Avnis Hände. Kunstvoll sehen die Ornamente aus, Avni hätte außerdem gerne noch ein Herz auf ihre linke Innenhandfläche. Kein Problem. „Am ersten Tag sollte man die Hände möglichst nicht mit Seife waschen“, rät Tiwari zur Haltbarkeit der Henna-Tattoos. Die haben gerade in Indien eine lange Tradition. Tiwari hat ihre Fertigkeiten von Großmutter und Mutter übernommen. „Henna-Tattoos sind auf indischen Festen sehr beliebt“, sagt die junge Frau, die in Indien im Personalmanagement einer Bank arbeitete und gut Deutsch spricht. Die Tätigkeit ihres Mannes führte die Familie vor fünf Jahren nach Frankfurt. Beide sind gut ausgebildet, nun unterstützen sie mit Asha Bildungsprojekte in Indien. Für sie ist das eine Herzensangelegenheit. Außerdem ist Bildung ein Menschenrecht, festgeschrieben in der Erklärung der Vereinten Nationen. Aber leider ist es weltweit in vielen Ländern noch nicht Realität.

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